iDerm
Institut für interdisziplinäre dermatologische Prävention und Rehabilitation (iDerm): Dermatologisches Zentrum im Berufsgenossenschaftlichen Unfallkrankenhaus Hamburg
Hautkrankheiten und Allergien stellen mit Abstand die häufigsten berufsbedingten Erkrankungen dar. Unzureichend behandelt führen sie in bis zu 30% der Fälle zu Arbeitsplatzverlust. Rechtzeitige Hilfe durch moderne Präventionsmaßnahmen kann Betroffenen die häufig drohende Berufsaufgabe und persönliches Leid ersparen sowie gleichzeitig Kosten für die Solidargemeinschaft senken.
Das BUKH bietet für derartige Erkrankungen umfassende ambulante und stationäre Präventionsangebote an. Hierfür wurde im Mai 2008 seitens des BUKH in Kooperation mit der Universität Osnabrück (Fachgebiet Dermatologie, Umweltmedizin und Gesundheitstheorie) und dem Land Niedersachsen das Institut für interdisziplinäre dermatologische Prävention und Rehabilitation (iDerm) gegründet.
Das Maßnahmenangebot des iDerm entspricht in vollem Umfang dem Standard einer jeweils individuell angepassten gestuften Vorgehensweise gemäß dem Stufenverfahren Haut der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung.
Moderne ambulante und stationäre Prävention
Für Patienten mit schweren oder schon über einen längeren Zeitraum bestehenden berufsbedingten Hauterkrankungen und Allergien bietet das iDerm im BUKH die Teilnahme an einem stationären Heilverfahren (Tertiäre Individualprävention) an. Ziel dieses Heilverfahrens ist es, Betroffenen mit schweren berufsbedingten Hauterkrankungen und Allergien den Verbleib in ihrem Beruf zu ermöglichen. Um die Chancen dafür zu verbessern, ist die Durchführung eines stationären Heilverfahrens bereits vor Auftreten längerer Arbeitsunfähigkeitszeiten sinnvoll. Die Betreuung der Patienten erfolgt durch auf die Diagnostik und Behandlung berufsbedingter Hauterkrankungen und Allergien spezialisierte Hautärzte. Neben der hierdurch gewährleisteten optimierten Diagnostik und dermatologischen Therapie werden den Betroffenen in einer bis zu dreiwöchigen stationären Phase interdisziplinäre Beratungen durch Gesundheitspädagogen, Psychologen, Ergotherapeuten und Berufshelfern angeboten. In diesem Rahmen wird ein individuell auf die beruflichen Anforderungen des Betroffenen zugeschnittener tätigkeitsspezifischer Hautschutzplan erarbeitet und am Entlassungstag an den Unfallversicherungsträger übermittelt. Alle modernen Erkenntnisse für eine nachhaltige Verhaltens- und Verhältnisprävention am Arbeitsplatz werden im Sinne des Betroffenen umgesetzt. Hierzu erfolgt auch eine engmaschige Abstimmung und Zusammenarbeit mit dem weiter behandelnden Hautarzt am Heimatort und – soweit möglich – dem Betriebsarzt.