Leistungsdiagnostik
Die Darstellung der körperlichen Leistungsfähigkeit ist für eine sinnvolle und zielführende Trainingsplanung und -steuerung unverzichtbar. Zu diesem Zweck werden in der Sporttherapie die Herz-Kreislauf-Leistungsfähigkeit, muskuläre Krafteigenschaften und koordinative Fähigkeiten geprüft sowie fallspezifische individuelle Arbeitsmotoriktests durchgeführt.
In einem Eingangstest werden zunächst Daten ermittelt, die den Ist-Zustand eines Patienten vor Beginn des zu planenden Trainingsprozesses beschreiben. Während des Therapieaufenthaltes werden dann in vordefinierten Abständen Zwischentests durchgeführt. Mit ihnen lassen sich Aussagen über Tendenzen der Leistungsentwicklung treffen und Übungsinhalte und Trainingsintensität gezielt steuern. Dabei wird nicht nur eine objektive Verlaufsdokumentation sichergestellt, sondern der Patient wird dort abgeholt, wo er steht oder sitzt und im Sinne einer systematischen Zielplanung aktiv in seinen Rehabilitationsprozess eingebunden.
Bei Abschluss des Trainings wird ein Endbefund erstellt, der sowohl Aussagen über die Effektivität des Trainings zulässt als auch eine Prognose hinsichtlich der beruflichen Reeintegration des Patienten erleichtert. In der Leistungsdiagnostik stehen in der Sporttherapie folgende Instrumentarien zur Beurteilung der konditionellen und koordinativen Leistungsfähigkeit zur Verfügung:
- Cardiotests wie IPN oder PWC mit System Cardiomed-Bike
- Körperfettmessungen
- Gleichgewichtstests wie System Posturomed
- Koordinationstests wie modifizierter BKT-Kur und modifizierter Romberg-Test
- Isokinetische Kraftdiagnostik wie Biodex System3 PRO
- Isometrische Kraftdiagnostik wie System Mechatronic Isocheck
- Mobile isometrische Kraftdiagnostik wie System Digimax
- Individuelle, arbeitsmotorische Leistungstests
- Weak-Link-Tests im Rahmen der Sling-Exercise-Therapy (S-E-T)