Abteilung für Unfallchirurgie, Orthopädie und Sporttraumatologie

In der Abteilung für Unfallchirurgie, Orthopädie und Sporttraumatologie (UOS) stehen fast 200 Betten zur Behandlung stationärer Patienten zur Verfügung. Hauptaufgabengebiet ist die Versorgung Verletzter mit unfallbedingten Folgezuständen sowie von Patienten mit Erkrankungen und Veränderungen des Bewegungsapparates. Der Abteilung ist eine D-Arzt-Ambulanz angeschlossen. Im Rahmen der Versorgung stellt die Behandlung von Mehrfachverletzten einschließlich der Verletzungen der Körperhöhlen (Brust-, Bauchorgane) einen Schwerpunkt dar, inklusive der operativen Behandlung von Wirbel- und Beckenverletzungen. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die arthroskopischen Eingriffe an Schulter, Knie, oberem Sprunggelenk, Ellen- und Handgelenk. Bei der Versorgung unfallbedingter Folgeschäden oder Arthrose anderer Ursache findet die Endoprothetik an Hüft-, Knie- und anderen Gelenken eine breite Anwendung.

Neben der operativen Tätigkeit spielt die Nachsorge und die konservative Behandlung der Patienten eine große Rolle, die kompetent vom hausinternen Zentrum für Rehabilitationsmedizin übernommen wird.

Arthroskopie

Arthroskopie

Die Kooperation BUKH – Kinderkrankenhaus Wilhelmstift

Seit Anfang des Jahres 2004 betreibt das BUKH eine Abteilung zur Versorgung unfallverletzter Kinder und Jugendlicher nach Kindergarten-, Schul- und Wegeunfällen im Kinderkrankenhaus Wilhelmstift in Hamburg-Rahlstedt.
Als D-Arzt-Vertreter des Chefarztes der Abteilung für Unfallchirurgie, Orthopädie und Sporttraumatologie Prof. Dr. C. Jürgens gewährleistet Dr. B. Bohn, Chirurg und Unfallchirurg, in Zusammenarbeit mit den kinderchirurgischen Kolleginnen und Kollegen des Wilhelmstiftes sowohl die Akutbehandlung als auch die Sekundärversorgung auf dem aktuellen Stand der Traumatologie.
Im eigenständigen Bereich der Handchirurgie und bei der Versorgung brandverletzter Kinder besteht bereits langjährig eine überregional bekannte und bewährte Zusammenarbeit beider Kliniken.
Kinder sind keine kleinen Erwachsenen und benötigen deshalb ein für jedes Alter individuell angepasstes Behandlungsregime. Dieses findet besonders in der Zusammenarbeit mit den Kinderkrankenschwestern, den Kinderchirurgen, Pädiatern und Neuropädiatern, Kinderradiologen, Anästhesisten, Krankengymnastinnen, Psychologen und Pädagogen Ausdruck. Unterschiede zur Erwachsenen-Traumatologie bestehen in der potenziell rascheren Heilung bei Kindern, den resultierenden kurzen stationären Verweildauern und der hohen Zahl ambulanter Operationen.
Eine enge Anbindung der jungen Patienten an die Ambulanz führt zu einer straffen und gezielten Steuerung des Heilverfahrens, deren Ziel die schnelle Wiederherstellung der Spiel- und Schulfähigkeit der Kinder ist.
Als Service- und Kompetenzzentrum für die Versorgung unfallverletzter Kinder und Jugendlicher erfolgen regelmäßig Informationsveranstaltungen für die Mitarbeiter der Unfallkassen Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern.