Die Aufnahme-, IMC- und Beatmungsstation im Querschnittgelähmtenzentrum

Die Station 42 im Querschnittgelähmtenzentrum umfasst insgesamt 20 Behandlungsplätze. Neben einem Vierbettzimmer werden 16 Überwachungsbettplätze in 8 Zweibettzimmern betrieben. Die Patientenklientel umfasst das ganze Spektrum im Querschnittgelähmtenbereich und reicht vom paraplegischen Patienten in seiner Erstbehandlung über multimorbide Patienten mit einer Vielzahl von Nebenerkrankungen bis hin zum halsmarkgelähmten Tetraplegiker mit maschineller Beatmung. Auch erfolgen stationäre Wiederaufnahmen bei Komplikationen.

Die Verweildauer der Patienten reicht von wenigen Tagen (bei Verlegung auf eine andere Station) bis zu einem Jahr (bei Teraplegikern in der Erstbehandlung mit komplikativen Verläufen).

Die Erfüllung des komplexen Versorgungsauftrages der Station gewährleistet ein multiprofessionelles Team aus Ärzten, Pflegekräften, Ergo- und Physiotherapeuten, Logopäden und Psychologen. Der Patientenzugang erfolgt ganzheitlich.

Die Hauptziele der Behandlung liegen in der medizinischen Rehabilitation sowie in der sozialen und beruflichen Reintegration. Hierzu gehören die sachgerechte Versorgung mit Hilfsmitteln, die Förderung der verbliebenen Ressourcen, die Durchführung der erforderlichen Maßnahmen bei beatmeten Patienten bis hin zum Weaning oder zur Implantation von Zwerchfellschrittmachern. Ein Großteil der Patienten ist aufgrund eingeschränkter Vitalfunktionen überwachungspflichtig.

Patienten, die mit maschineller Dauerbeatmung in häusliche Umstände entlassen werden, werden an einen 24h-Ambulanten-Intensivpflegedienst oder eine entsprechende Pflegeeinrichtung übergeben. Hier ist das jeweilige Pflegeteam in die spezielle Grund- und Behandlungspflege einzuarbeiten.

Das breite Spektrum der Tätigkeiten erfordert von den Mitarbeitern überdurchschnittliche Fachkompetenz und ein hohes Maß an Flexibilität. Beides wird durch eine qualifizierte Einarbeitung und durch geeignete Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen erreicht.