Zentrum für Rehabilitationsmedizin
Das Zentrum für Rehabilitationsmedizin (ZRH) am Berufsgenossenschaftlichen Unfallkrankenhaus Hamburg (BUKH) ist durch eine besonders enge Zusammenarbeit verschiedener Fachdisziplinen geprägt. Dadurch können Patienten nach folgenschweren Erkrankungen oder Unfällen optimal behandelt und die Voraussetzungen für die erfolgreiche Wiedereingliederung in ihr familiäres, berufliches und soziales Umfeld geschaffen werden.
Die Rehabilitation beginnt schon auf der Intensivstation parallel zur Akutbehandlung. Sie wird dann lückenlos auf der eigenen Station für fachübergreifende Frührehabilitation fortgesetzt. Diese verfügt sowohl über behindertengerechte Patientenzimmer als auch über einen Überwachungsbereich, der auch die Aufnahme von schwerstbetroffenen Patienten zu einem sehr frühen Zeitpunkt ermöglicht. In Zusammenarbeit mit der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin können auch Patienten mit noch vorhandener Beatmungspflicht aufgenommen werden.
Im Anschluss an die Akutbehandlungsphase und die fachübergreifende Frührehabilitation erhalten Unfallpatienten mit hohem Pflegeaufwand, vermehrtem Therapiebedarf und ärztlichem Überwachungsbedarf die komplexe stationäre Rehabilitationsbehandlung (KSR). Das Ziel: Eine optimale, frühzeitige Funktionsverbesserung und Belastungssteigerung.
Wenn Patienten sich selbständig bewegen können, erfolgt eine berufsgenossenschaftliche stationäre Weiterbehandlung (BGSW), in der Kraft, Ausdauer und Sicherheit weiter gesteigert werden. Vor dem Übergang in eine berufliche Re-Integration ist auch noch ein berufsspezifisches Belastungstraining möglich im Sinne einer erwerbsbezogenen Rehabilitation.
Enge Verzahnung mit der Akutmedizin
Im BUKH besteht jederzeit die Möglichkeit des Rückgriffs auf Diagnostik und Therapie. Das BUKH verfügt über einen hervorragenden Ruf in den Bereichen
- Unfallchirurgie, Orthopädie und Sporttraumatologie
- Handchirurgie, Plastische und Mikrochirurgie
- Neurologie und Neurochirurgie
- Neuro-Urologie
- Anästhesie und Schmerztherapie
So können im Fall von unerwarteten Entwicklungen im Rehabilitationsverlauf zu jeder Zeit die Fachkollegen aus den Akutabteilungen hinzugezogen und zeitnah die notwendigen Entscheidungen getroffen werden. Das BUKH verfügt über alle Möglichkeiten der Diagnostik, insbesondere Kernspintomographie, Computertomographie, Echokardiographie, Dopplersonographie, so dass Probleme ohne erneute Verlegung der Patienten erkannt und therapiert werden können.
Die enge Zusammenarbeit von Rehabilitations- und Akutmedizin im BUKH ermöglicht es, Patienten auch in einem frühen Stadium ihrer Erkrankung bzw. unmittelbar nach operativer Versorgung ihrer Verletzungen in die Obhut des Zentrums für Rehabilitationsmedizin (ZRH) zu übernehmen.
Das multidisziplinäre Team
Therapeuten aller Fachdisziplinen wie Krankengymnasten, Ergotherapeuten, Masseure und Lymphtherapeuten, Logopäden, Psychologen und Neuropsychologen, Musiktherapeuten und Sporttherapeuten arbeiten im BUKH seit Jahrzehnten eng zusammen und können in der täglichen Behandlung schwerstverletzter Patienten – beispielsweise mit Schäden an Armen und Beinen, nach Amputationen oder schweren Verletzungen der Wirbelsäule – auf einen umfangreichen und wertvollen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Durch das Zusammenfassen aller Therapeuten in einer Abteilung und die Anleitung durch erfahrene Rehabilitationsmediziner im ZRH wird diese Kompetenz noch verstärkt und deckt Nachfragen aus dem gesamten norddeutschen Raum ab.
Therapie auf höchstem Niveau
Die großzügig bemessenen räumlichen Möglichkeiten sind eine der Voraussetzungen für die hochkompetenten und spezialisiertenTherapien in der Gehschule, in den Schwimmbädern, im Bereich der Physikalischen Therapie sowie im Bereich der Sporttherapie. So ist es möglich, auf die individuellen Bedürfnisse jedes Patienten in der Rehabilitation besonders einzugehen. In enger Zusammenarbeit mit dem Querschnittgelähmten-Zentrum und dem Neurotraumatologischen Zentrum werden ständig neue Techniken und apparative Innovationen in der Rehabilitation eingesetzt. Neue Erkenntnisse aus der Wissenschaft werden umgesetzt und für die Rehabilitation nutzbar gemacht. Das Zentrum beteiligt sich entsprechend auch an wissenschaftlichen Untersuchungen. Die hohe Qualität der Rehabilitationsleistung wird durch eine kontinuierliche Fort- und Weiterbildung der Therapeuten und Ärzte gewährleistet.
