Dermatologisches Zentrum

Moderne ambulante und stationäre Prävention

Hautkrankheiten stellen mit Abstand die häufigsten berufsbedingten Erkrankungen dar. Sie sind kostenintensiv und führen bisher noch in 30% der Fälle zu Arbeitsplatzverlust. Vielfach werden berufliche Zusammenhänge nicht erkannt oder aber keine ausreichenden Abhilfemaßnahmen eingeleitet. Rechtzeitige und unbürokratische Hilfe durch moderne Präventionsmaßnahmen im Sinne des Stufenverfahrens Haut kann erkrankten Beschäftigten die häufig drohende Berufsaufgabe und persönliches Leid ersparen und gleichzeitig Kosten für die Solidargemeinschaft senken.

Das BUKH hat darauf reagiert und im Rahmen eines zukunftsweisenden Kooperationsmodells mit der Universität Osnabrück, Fachgebiet: Dermatologie, Umweltmedizin, Gesundheitstheorie, im Berichtsjahr mit dem Aufbau eines leistungsfähigen berufsdermatologischen Zentrums begonnen. Seit November 2006 bietet das BUKH den Versicherten der Unfallversicherungsträger die Möglichkeit, an einem stationären Heilverfahren zur Tertiären Individualprävention teilzunehmen. Ziel dieser Maßnahmen, die integriert sind in das Forschungsvorhaben des Hauptverbandes der gewerblichen Berufsgenossenschaften (HVBG) Medizinisch-berufliches Rehabilitationsverfahren Haut Optimierung und Qualitätssicherung des Heilverfahrens, ist primär, Versicherten mit schweren berufsbedingten Hauterkrankungen den Verbleib in ihrem Beruf zu ermöglichen.
Um die Prognose der Versicherten zu verbessern, ist die Durchführung eines stationären Heilverfahrens bereits vor Auftreten längerer Arbeitsunfähigkeitszeiten sinnvoll. Neben optimierter Diagnostik und intensiver dermatologischer Therapie werden den Versicherten in einer bis zu 3-wöchigen stationären Phase interdisziplinäre Beratungen durch Gesundheitspädagogen, Psychologen, Ergotherapeuten und Berufshelfern angeboten. In diesem Rahmen wird ein individuell auf die beruflichen Anforderungen des Versicherten zugeschnittener tätigkeitsspezifischer Hautschutzplan erarbeitet und am Entlassungstag an den Unfallversicherungsträger mit der versicherungsrechtlichen und prognostischen Einschätzung übermittelt. Alle modernen Erkenntnisse für eine nachhaltige Verhaltens- und Verhältnisprävention am Arbeitsplatz werden im Sinne der Versicherten umgesetzt. Dies auch in enger Zusammenarbeit mit dem behandelnden Hautarzt und dem Betriebsmediziner.

Ein modernes – interdisziplinäres – stationäres Heilverfahren bei Hautkrankheiten ist bei ambulant therapieresistenten Berufsdermatosen sinnvoll und im Maßnahmenkatalog des Stufenverfahrens Haut des Hauptverbandes der gewerblichen Berufsgenossenschaften (HVBG) vorgegeben, wenn:

Es ist erfreulich, dass das dermatologische Zentrum mit modernen interdisziplinären ambulanten und stationären Präventionsangeboten gerade jetzt am BUKH eingerichtet werden konnte, bildet es doch die jüngste Präventionsinitiative der Berufskrankheiten, nämlich das Stufenverfahren Haut, unter einem Dach ab. Und dies rechtzeitig zum Start der Präventionskampagne Haut 2007-2008 der gesetzlichen Unfall- und Krankenversicherung, die die Öffentlichkeit auf das Potenzial dermatologischer Prävention vermehrt aufmerksam machen und die Nachfrage nach entsprechenden Angeboten noch weiter steigern wird.

Sekundäre Individualprävention BGW schu.ber.z Hamburg

Ab 01.06.2007 wird in Kooperation zwischen der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) Hamburg und dem Dermatologischen Zentrum im BUKH ein Schulungs- und Beratungszentrum (BGW schu.ber.z) entstehen. Im schu.ber.z können sich Versicherte aller Unfallversicherungsträger, die am Arbeitsplatz Hautbelastungen ausgesetzt sind, in Seminaren und individuellen Beratungen über hautschonendes Arbeiten und Hautschutz informieren.

Ambulante dermatologische Sprechstunde

Das dermatologische Zentrum bietet eine ambulante Beratung für Beschäftigte an, bei denen der Verdacht auf eine berufsbedingte Hauterkrankung besteht.

Diagnostische und therapeutische Leistungen

Das interdisziplinäre Team des Dermatologischen Zentrums

Das Team des Dermatologischen Zentrums besteht aus Fachärzten für Dermatologie mit den Zusatzbezeichnungen Allergologie und Berufsdermatologie, Diplom-Gesundheitspädagogen, Diplom-Psychologen, Ergotherapeuten, Arzthelferinnen und Krankenpflegekräften.