Pflege in der Neurotraumatologie
Die Stationen 4B und 5B sind ein pflegerisch zusammengeführter Bereich und umfassen die beiden medizinischen Fachbereiche „Neurotraumatologisches Zentrum“ (NTZ) und „Zentrum für Rehabilitationsmedizin“ (ZRH).
Die häufigsten Zuweisungsdiagnosen stellen sich, fachspezifisch untergliedert, wie folgt dar:
Neurologie:
- Akute und chronische Erkrankungen des Gehirns
- Schädel-Hirn-Trauma
- Posttraumatische Belastungsstörungen
- Hirnorganisches Psychosyndrom
- Polyneuropathie
Neurochirurgie:
- Gehirn- und Wirbelkanalblutung
- Cervikale Bandscheibenvorfälle
- Spinalkanalstenosen
- Schmerz– und Spastiksymptomatiken
ZRH:
- Schlaganfälle
- Polytraumen
- Zustand nach Langzeitbeatmung und/oder Cardiopulmonaler Wiederbelebung
Die Stationen
Die Station 4B bietet Platz für 26 Patienten, die sich im Anschluss an eine Akutbehandlung befinden und überwachungspflichtig sind. Die technische Ausstattung und die apparative Versorgung dieses „Intermediate Care Bereiches“ (IMC) ist entsprechend den Erfordernissen an stationärer Frührehabilitation modern ausgestattet. Die personelle Besetzung ist dem hohen Pflegeaufwand angepasst. Alle Patienten werden in Zweibettzimmern betreut.
Die Station 5B stellt 34 Betten für die Pflege und Versorgung von neurologischen und neurochirurgischen Patienten zur Verfügung. Die Patienten sind in Zwei– und Dreibettzimmern untergebracht.
Die Pflege
Das pflegerische Team besteht aus ca. 50 examinierten Gesundheits– und Krankenpflegekräften, zum Teil mit Zusatzqualifikation wie z. B.
- Mentor
- Ergonomie-Praxisanleiter
- Rehabilitations-Fachkraft
- IMC-Fachkraft
Alle Mitarbeiter werden in Bobath, Kinästhetik, Affolter und Basale Stimulation fortgebildet, deren Inhalte in unserer Grund- und Behandlungspflege integriert sind.
Das gesamte Pflegeteam versteht sich als eine konstruktiv und interdisziplinär zusammenarbeitende Gruppe, in der sich gegenseitig unterstützt wird.
Maßgebend für unseren Umgang untereinander sind verbindliche Leitlinien, die zu einem offenen und ehrlichen Miteinander führen.
Wir arbeiten nach dem Konzept der Bereichspflege. Das bedeutet eine wochenweise Zuteilung der Mitarbeiter in die Patientenzimmer. Tägliche Zimmerübergabe und Umsetzung des Pflegeprozesses sowie regelhaft stattfindende Pflegevisiten fördern einen intensiven Kontakt zu den Patienten und seinen Angehörigen und einen umfassenden Informationsaustausch sowie einen größeren Handlungs- und Entscheidungsspielraum für uns Pflegende.
Angehörigenintegration und Angehörigenschulung im Bereich der grundpflegerischen Versorgung ist für uns selbstverständlicher Teil unserer täglichen Arbeit.
Schwerpunkte der pflegerischen Arbeit
- Erhöhte pflegerische Leistung in der Grund- und Behandlungspflege auf Grund spezifischer Symptomatik der Patienten, z. B. dem Fehlen von Sprache, Gestik, Mobilität, kognitiven Fähigkeiten oder dem Vorhandensein von Schmerzen und Bewusstseinsstörungen. Hier stehen der ressourcenorientierte Handlungsansatz, die Überwachungspflicht der erforderlichen Vitalparameter (Monitoring) sowie der Umgang mit desorientierten Patienten im Vordergrund.
- Therapeutisch aktivierende Pflege und interdisziplinäre Zusammenarbeit mit allen an der Patientenversorgung beteiligten Berufsgruppen ist wichtiger Bestandteil der Frührehabilitation. Das gemeinsame zielorientierte Arbeiten am Patienten findet Transparenz in täglich stattfindenden interdisziplinären Übergaben und wöchentlichen Therapiekonferenzen, in denen gemeinsam für den Patienten Wochenziele formuliert werden. Bei Komplikationen im Rehaverlauf besteht die Möglichkeit, in einer Problemvisite neue Lösungsansätze zu erarbeiten.
Qualitätssicherung in der Pflege
- Expertenstandard zur Dekubitusprophylaxe in der Pflege und zur Vermeidung von Stürzen ist umgesetzt.
- Komplikationserfassung und Evaluation bei den Patienten nach Bandscheiben-OP.