Gehschule

In der Gehschule des Zentrums für Rehabilitationsmedizin Hamburg (ZRH) versorgen wir Patienten mit orthopädischen Hilfsmitteln und Prothesen. Überdies schult unser Physiotherapeutenteam die Patienten in individuellen Therapieeinheiten für den Gebrauch der Hilfsmittel. Jeder Patient erhält eine persönliche und ganzheitliche Betreuung mit dem Ziel, seine Mobilität und funktionelle Gesundheit zu verbessern.
In der wöchentlich stattfindenden Gehschulvisite werden sowohl stationär als auch ambulant betreute Patienten mit ganz unterschiedlichen Krankheitsbildern und Verletzungsmustern unserem multidisziplinären Team – bestehend aus Ärzten, Physiotherapeuten, Orthopädietechnikern und Orthopädieschuhmachern – vorgestellt. Gemeinsam wird eine optimale individuelle Versorgung diskutiert und eingeleitet. Auf Wunsch der Kostenträger können Patienten auch jederzeit zur Hilfsmittelkontrolle kommen.

Patient beidseitig Unterschenkel amputiert mit Prothesen

Patient beidseitig Unterschenkel amputiert mit Prothesen

Leistungsspektrum bei der Versorgung amputierter Gliedmaßen

Leistungsspektrum bei der maßgefertigten orthopädischen Versorgung

Nach der Lieferung eines Hilfsmittels durch unsere Kooperationspartner und Abnahme durch den Arzt beginnt der Patient ein individuelles Therapieprogramm, um die Selbständigkeit zu verbessern und damit die Wiedereingliederung in Arbeit und Familie zu erreichen. Hierfür stehen verschiedene technische Mittel zur Verfügung:

Kleine Änderungen an den Hilfsmitteln werden direkt in unserer eigenen Werkstatt durchgeführt, es entsteht keine Verzögerung in der Therapie.

Mikroprozessorgesteuerte Kniegelenke

Oberschenkelamputierte Patienten haben in der Gehschule des ZRH die Möglichkeit überprüfen zu lassen, ob sie sich für die Versorgung mit einem mikroprozessorgesteuerten Kniegelenk eignen. Diese Überprüfung findet im Rahmen der wöchentlich stattfindenden Gehschulvisite statt. Nach der Begutachtung eines Patienten durch das Team der Gehschule werden die für die Mobilität und Aktivität relevanten Faktoren erfasst und bewertet. Anhand des erreichten Aktivitätsniveaus wird eine Empfehlung für eine Versorgung an den entsprechenden Kostenträger übermittelt. Ist ein Patient für ein mikroprozessorgesteuertes Kniegelenk geeignet, wird eine zweiwöchige Probeversorgung mit verschiedenen Tests durchgeführt:

Das Testergebnis wird dem Kostenträger mitgeteilt. Erfolgt durch diesen eine Versorgungsgenehmigung, wird eine 14-tägige stationäre Rehabilitationsbehandlung zur Optimierung und Sicherstellung einer höchstmöglichen Versorgungsqualität vorgeschlagen.

Alltagstraining auf dem Außengelände

In einem weitläufigen Außengelände haben die Patienten die Möglichkeit, ihre Beweglichkeit auf Waldboden, Wiesengelände und Kopfsteinpflaster unter therapeutischer Kontrolle zu testen. Unterschiedliche Gefälle- und Steigungsstrecken sowie Treppen im freien Gelände vervollständigen das Training.