04.10.2012 - 14:35

Ehemaliger Chefarzt der Handchirurgie, Plastischen und Mikrochirurgie, Prof. Dr. Dieter Buck-Gramcko, ist verstorben

Prof. Buck-Gramcko

Prof. Dr. Dieter Buck-Gramcko, einer der Pioniere der Handchirurgie, ist am 3. Oktober 2012 kurz vor Vollendung seines 85. Lebensjahres verstorben.

Bevor der gebürtige Hamburger 1959 an das BG Unfallkrankenhaus Hamburg-Boberg (BUKH) kam, machte er in Graz erste Erfahrungen mit Handoperationen und konnte auch in Göteborg Grundlagen dieses Spezialgebietes erlernen. Im Allgemeinen Krankenhaus St. Georg in Hamburg leitete er einen handchirurgischen Bereitschaftsdienst. Nach seiner Dienstaufnahme im BUKH wurden schnell seine Fähigkeiten als Handspezialist erkannt – die Gründung einer eigenen Abteilung für Handchirurgie erfolgte daraufhin im Jahr 1963.
Nicht nur Unfallverletzungen sondern auch Erkrankungen der Hand wurden durch Prof. Buck-Gramcko und seine Mitarbeiter behandelt. Einen besonderen Namen machte er sich als Spezialist für angeborene Fehlbildungen der Hand, die es seit den 1960er Jahren infolge des Contergan-Skandals vermehrt zu behandeln gab.

Neben der Handchirurgie wurde unter der Leitung von Prof. Buck-Gramcko sowohl die Plastische als auch die Mikrochirurgie am BUKH etabliert. Replantationen von Fingern oder gar ganzen Händen, die Behandlung schwerer Brandverletzungen und nicht zuletzt die Wiederherstellung großer Hautweichteildefekte wurden von Prof. Buck-Gramcko und seinem Team durchgeführt.
Nach über 30 Jahren erfolgreicher Tätigkeit verabschiedete sich Prof. Dieter Buck-Gramcko 1992 in den Ruhestand, stand darüber hinaus jedoch seinen ehemaligen Mitarbeitern weiterhin mit Rat und Tat zur Seite. Seine Verdienste wurden mit der Ehrenpräsidentschaft der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie sowie mit dem Bundesverdienstkreuz gewürdigt.
Eine ernsthafte Erkrankung, die ihn für längere Zeit ans Krankenbett fesselte, hat er mit Disziplin und Energie bekämpft, bis er genesen war. Gesundheitlichen Rückschlägen trat er mit der gleichen Selbstdisziplin entgegen, so dass er seine Umgebung die Schwere seiner Krankheit vergessen ließ. Als beratender Arzt der Deutschen Arthrosehilfe sprach er häufig Behandlungsempfehlungen aus und konnte, auch ohne operative Tätigkeit, einer Vielzahl von Patienten helfen.
Das BUKH trauert um eine verdiente und hoch geachtete Persönlichkeit, die mit Engagement, Ausdauer und Leidenschaft ihre Arbeit verrichtete.
Wir denken an ihn mit großer Hochachtung. Unser tiefes Mitgefühl gilt seinen Angehörigen.

Vorstand Geschäftsführung Betriebsrat Mitarbeiter

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