Qualitätsmanagement –
Eine Aufgabe für jeden Mitarbeiter

Jeder Mitarbeiter des BUKH ist aufgefordert, sich aktiv an der Weiterentwicklung des Qualitätsmanagementsystems zu beteiligen. Um eine hohe Qualität der medizinischen Dienstleistungen sicherzustellen, haben die Mitarbeiter die Möglichkeit ihre Meinung, Vorschläge und Beobachtungen im Rahmen des betrieblichen Vorschlagswesens sowie im Rahmen des hausinternen Beschwerdemanagements einzubringen. Unterstützt werden die Mitarbeiter bei ihren Bemühungen durch die Stabsstelle Qualitätsmanagement und Organisation. In dieser ärztlich geleiteten Einrichtung stehen Vertreter verschiedener Berufsgruppen bereit, um den Mitarbeitern bei der laufenden Prozessoptimierung, Verbesserung der Behandlungsverfahren und der Durchführung von Zertifizierungsverfahren mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Die Behandlungsergebnisse aller Abteilungen werden von uns nach einheitlichen Standards ausgewertet und abteilungsübergreifend diskutiert, um gemeinsam zu optimalen Abläufen zu kommen. Basierend auf diesen Erfahrungen hat sich ein umfassendes Qualitätsmanagementsystem in allen Bereichen des Hauses etabliert, welches nach dem Verfahren der KTQ (Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen) mehrfach zertifiziert ist. Darüber hinaus ist unser Arbeits- und Gesundheitsschutzsystem nach dem Verfahren qu.int.as (Qualitätsmanagement mit integriertem Arbeitsschutz) der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege zertifiziert und von verschiedenen Behörden und Organisationen mehrfach ausgezeichnet worden.

Als neueste Möglichkeit unsere Leistungen transparent zu machen, nutzen wir gemeinsam mit derzeit 188 weiteren Kliniken bundesweit das trägerübergreifende Verfahren der Initiative Qualitätsmedizin (IQM). Anhand der für alle beteiligten Kliniken einheitlichen IQM-Qualitätsindikatoren stellen wir unsere medizinische Qualität für alle derzeit verfügbaren Verletzungsmuster und Erkrankungsarten offen dar. Mit der Publikation unserer Qualitätsergebnisse bieten wir Patienten, ihren Angehörigen, einweisenden Ärzten, den Krankenkassen und der interessierten Öffentlichkeit leicht zugänglich eine verständliche Orientierung und damit eine Entscheidungshilfe für die Wahl eines Krankenhauses.

Wesentliches Merkmal der im BUKH nutzenden IQM-Qualitätsindikatoren ist es, dass sie aus Routinedaten (fallbezogene Abrechnungsdaten) bundesweit einheitlich und manipulationssicher abgeleitet sind und die medizinische Behandlungsqualität bei wichtigen und häufigen Verletzungs- oder Krankheitsbildern, wie etwa Gelenkersatzeingriffen, Schlaganfall oder Lungenentzündung gemessen werden, ohne die behandelnden Kollegen zusätzlich mit Dokumentationsaufwand zu belasten.

Auf der Grundlage von regelmäßig ermittelten Qualitätsergebnissen verbessern wir bei IQM kontinuierlich die medizinische Qualität. Bisher einmalig in Deutschland verfügen die an der Initiative Qualitätsmedizin teilnehmenden Krankenhäuser mit dem verpflichtenden Peer Review Verfahren über ein effektives Instrument zur Verbesserung ihrer Behandlungsergebnisse. Bei auffälligen Ergebnissen werden von verantwortlichen chefärztlichen Kollegen aus externen Krankenhäusern konkrete Behandlungsfälle gemeinsam auf ein mögliches Verbesserungspotential in Abläufen und Strukturen hin gemeinsam mit den Mitarbeitern vor Ort analysiert. Damit werden Schwachstellen identifiziert und beseitigt.

Alle zwei Jahre werden im BUKH Patientenbefragungen durchgeführt und durch das Qualitätsmanagement ausgewertet. Deren Ergebnisse sind die Grundlage für weitere Verbesserungsprojekte, die im Rahmen von Qualitätsteams bearbeitet werden.

Bei der letzten Auswertung der Patientenbefragung zeigte das Gesamtergebnis ein gutes Bild der fachlichen Versorgung und freundlichen Betreuung der Patienten im BUKH. Gelobt werden außerdem menschliche Zuwendung sowie die Sauberkeit der Klinik. Besonders erfreulich ist, dass auf die Fragen „Würden Sie eine erneute Behandlung im BUK in Anspruch nehmen? bzw. würden Sie das BUK weiterempfehlen?“ 96,9% aller Befragten mit „ja“ antworteten.