Medizinisches Angebot

Die Abteilung umfasst folgende Teilgebiete:

 Anästhesie (Narkose)

Aufklärung und Behandlung:

Jährlich werden über 8.500 Anästhesien im BG Klinikum Hamburg durchgeführt. Hierbei kommen alle Standardverfahren der Allgemeinanästhesie (Inhalationsnarkose, intravenöse Narkose) sowie der Regionalanästhesie einzeln oder in Kombination zum Einsatz.


Einer der wichtigsten Patientenwünsche an ein Krankenhaus ist die Schmerzfreiheit nach einem operativen Eingriff. In den überwiegenden Fällen können Stationsärzte und Mediziner des Zentrums für Schmerztherapie dem Rechnung tragen und die Entstehung von Schmerzen im Operationsgebiet verhindern. Dies gelingt in den meisten Fällen durch eine differenzierte und auf den Patienten abgestimmte medikamentöse Schmerztherapie sowie durch eine gezielte Blockade peripherer Nervenbahnen im zeitlichen Umfeld der Operation. Moderne Ultraschallsysteme leisten dabei heute in der Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin wichtige Dienste.


Vor einer Operation werden alle Patienten in der Prämedikationsambulanz über die Anästhesie zu ihrem Eingriff aufgeklärt und medikamentös vorbereitet. Patienten mit einem deutlich erhöhten Narkoserisiko können hier bereits frühzeitig und fachärztlich untersucht werden.

 Intensivmedizin

Das BG Klinikum Hamburg betreibt eine traumatologisch-operative Intensivstation mit zwölf Betten sowie eine Intensivstation für Schwerbrandverletzte mit sechs Betten. Beide Intensivstationen stehen unter anästhesiologischer Leitung. Alle Betten sind als Beatmungsplätze ausgestattet. Indikationsgerecht werden alle modernen Beatmungsverfahren eingesetzt.


Bei lebensbedrohlichen Brustkorb- und Lungenverletzungen müssen Patienten auf der Intensivstation apparativ beatmet werden. Ein differenziertes Atemwegsmanagement hilft als integraler Bestandteil der Behandlung, Folgeschäden der Beatmungstherapie zu vermeiden.

 
Neben der konventionellen Intubation (orotracheale Intubation), die weiterhin als Standardverfahren der Atemwegssicherung gilt, ist der Luftröhrenschnitt (Tracheotomie) ein fester Bestandteil im Atemwegsmanagement einer modernen Intensivstation. Durch ihn können im Fall einer Langzeitbeatmung Spätfolgen einer konventionellen Intubation vermieden werden.

 Notfallmedizin

Auch außerhalb des BG Klinikum Hamburg ist die Expertise der Abteilung für Anästhesie, Intensiv- und Rettungsmedizin gefragt. Deren Mitarbeiter übernehmen die ausschließliche notärztliche Besetzung auf einem Notarzteinsatzfahrzeug der Berufsfeuerwehr Hamburg mit über 3.500 Notarzteinsätzen im Jahr sowie in dem von der ADAC Luftrettung GmbH betriebenen Rettungshubschrauber „CHRISTOPH HANSA“ mit rund 1.500 Notarzteinsätzen im Jahr. Darüber hinaus sind verschiedene Mitarbeiter in weitere Aufgaben des Hamburger Rettungsdienstes eingebunden:

  • Ärztlicher Leiter Rettungsdienst
  • Leitende Notarztgruppe
  • Spezialeinsatzgruppe „Schiffssicherung“
  • Taucherarzt der Berufsfeuerwehr
  • Notfallteam

Die Erstversorgung eines notarztbegleiteten Patienten im Schockraum erfolgt ebenfalls durch einen Assistenzarzt und einen Oberarzt der AIR-Abteilung sowie ein bis zwei Mitarbeiter der Funktionspflege Anästhesie.

 Schmerzmedizin

In der Schmerzmedizin findet neben der postoperativen Nachsorge der stationären Patienten die Behandlung akuter und chronischer Schmerzsyndrome im Rahmen des berufsgenossenschaftlichen Heilverfahrens statt, ambulant und auch stationär.

Neben der individuell angepassten Einstellung auf schmerzlindernde Medikamente werden in der Schmerztherapie auch Methoden der Traditionellen Chinesischen Medizin, wie zum Beispiel Akupunktur oder Moxibustion, mit gutem Erfolg angewandt.

Weitere Informationen finden Sie auf der Unterseite: Schmerzmedizin.

  Chefarzt

Dr. med. Stefan Lönnecker

Anästhesie, Intensiv-, Rettungs- und Schmerzmedizin

Sekretariat:
Birgit Stropnicky

  040 7306-3711   040 7306-3715   s.loennecker­(at)bgk-hamburg.de