Dermatologisches Zentrum (iDerm)

Hautkrankheiten und Allergien stellen mit Abstand die häufigsten berufsbedingten Erkrankungen dar. Sie sind kostenintensiv und führen bisher noch für ein Drittel der Betroffenen zum Verlust des Arbeitsplatzes. Häufig wäre diese Konsequenz vermeidbar: Doch in vielen Fällen wird ein beruflicher Zusammenhang mit der Erkrankung nicht erkannt oder aber die Ursache der Erkrankung am Arbeitsplatz nicht beseitigt.

Das BG Klinikum Hamburg bietet Patienten mit Hautkrankheiten umfassende ambulante und stationäre Präventionsangebote. Hierfür gründete die Klinik im Mai 2008 in Kooperation mit der Universität Osnabrück (Fachgebiet Dermatologie, Umweltmedizin und Gesundheitstheorie) und dem Land Niedersachsen das Institut für interdisziplinäre dermatologische Prävention und Rehabilitation (iDerm) an der Universität Osnabrück.

Die dort angebotenen Präventionsmaßnahmen zur frühen Erkennung und Vermeidung von berufsbedingten Krankheiten können erkrankten Beschäftigten die häufig drohende Berufsaufgabe und persönliches Leid ersparen.

Die Maßnahmen des iDerm entsprechen in vollem Umfang dem Standard des so genannten „Verfahren Haut“ der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung.

 Moderne ambulante und stationäre Prävention

Das iDerm bietet Patienten mit schweren oder schon über einen längeren Zeitraum bestehenden berufsbedingten Hauterkrankungen und Allergien die Teilnahme an einem stationären Heilverfahren (Tertiäre Individualprävention) an. Dessen Ziel ist es, den Betroffenen den Verbleib in ihrem Beruf zu ermöglichen. Die Chance darauf erhöht sich, wenn stationäre Heilverfahren durchgeführt werden, bevor längere Arbeitsunfähigkeitszeiten auftreten.

Während des bis zu dreiwöchigen stationären Aufenthalts erhalten die Patienten nicht nur eine optimale Diagnostik und dermatologische Therapie, sondern werden von Gesundheitspädagogen, Psychologen, Ergotherapeuten und Berufshelfern beraten. Das Expertenteam erarbeitet einen auf die beruflichen Anforderungen des Betroffenen zugeschnittenen Hautschutzplan. Nach der Entlassung erfolgt eine engmaschige Abstimmung und Zusammenarbeit mit dem Hautarzt am Heimatort und – soweit möglich – dem Betriebsarzt.

  Chefarzt

Prof. Dr. Swen Malte John

Dermatologisches Zentrum

Sekretariat:
Sylvia Ebert
Sigrid Schulz
Carina Strauß

  040 7306-3261   dermatologie­(at)bgk-hamburg.de