Medizinisches Angebot

Die Leistungen des Concussion Centers beinhalten sowohl Beratungs- und Präventionsangebote zum Thema Gehirnerschütterungen für Profisportler in Kontaktsportarten und Sportarten mit erhöhtem Risiko für Kopfverletzungen, als auch gezielte Behandlung von Sportlern mit Verdacht auf eine Concussion.

 Leistungsdiagnostik Angebot A Einzelsportler - Neuropsychologische Baseline Untersuchung Standard

Untersuchung im Concussion Center Hamburg

Testinhalt: ausführliches Anamnesegespräch, TAP-Aufmerksamkeitsleistungsüberprüfung, King Devick Test

Dauer ca. 1 Stunde

Neuropsychologischer Abschlussbericht: wird an Mannschaftsarzt und Trainer übermittelt

Medizinische Erreichbarkeit: 24h/7 Tage

Terminvergabe: innerhalb 48 Stunden über NTZ Ambulanz

 Leistungsdiagnostik Angebot B Team ab 8 Personen - Neuropsychologische Baseline Untersuchung Standard

Untersuchung im Concussion Center Hamburg oder Trainingsgelände des Vereins (individuelle Absprache mit Team möglich)


Testinhalt: Anamnesegespräch, TAP-Aufmerksamkeitsleistungsüberprüfung, King Devick Test


Ab einer höheren Anzahl von Sportlern werden 2 Untersucher zur Verfügung gestellt


Dauer: 1 Tag/ 45min pro Sportler (die Sportler bekommen einen individuellen Plan für ihre Untersuchungszeit)


Neuropsychologischer Abschlussbericht: wird an Mannschaftsarzt und Trainer übermittelt


Medizinische Erreichbarkeit: 24h/7Tage


Terminvergabe: innerhalb 48 Stunden über NTZ Ambulanz

 Einzelsportler: Verdacht auf eine Kopfverletzung - Ambulante Untersuchung

Untersuchung im Concussion Center Hamburg

Testinhalt: ausführliches Anamnesegespräch, neurologische Untersuchung, EEG, MRT Kopf, TAP-

Aufmerksamkeitsleistungsüberprüfung (Alertness, Go/NoGo, geteilte Aufmerksamkeit, Arbeitsgedächtnis,

Visuelles Scanning, King Devick, Überprüfung der Mnestik und Exekutivfunktionen

Dauer ca. 5-6 Stunden

Neuropsychologischer Abschlussbericht: wird an Mannschaftsarzt und Trainer übermittelt

Medizinische Erreichbarkeit: 24h/7Tage

Terminvergabe: innerhalb 48 Stunden

Behandlungsspektrum im Detail

 Brain Check

Bei anhaltenden Beschwerden über einen Zeitraum von mehr als einem Monat führen wir einen sogenannten Brain Check durch. Darunter fallen: MRT vom Kopf, EEG, Neurologische Untersuchung, Neuropsychologische Untersuchung, Neurophysiologische Meßverfahren (SEP, VEP, MEP, FAEP, EMG, ENG) sowie weitere radiologische Untersuchungen, computergestützte Gleichgewichtstests (Posturographie), Biomarker, Sehtests.

 EEG

Die Elektroenzephalographie ist eine Methode zur Erfassung von elektrischen Strömen (Potentialveränderungen) des Gehirns. Es erfolgt eine graphische Aufzeichnung von Stromkurven, die von der elektrischen Aktivität der Hirnzellen stammen. Aufgezeichnet werden dabei Potentialschwankungen von Pyramidenzellen  abgeleitet an der Kopfhaut.

 Elektronystagmographie

Die Aufzeichnung von Augenbewegungen unter definierten Untersuchungsbedingungen ermöglicht den Nachweis von Störungen der Blickkontrolle und der Gleichgewichtsorgane im Innenohr und damit der Objektivierung von Schwindelbeschwerden. Dazu gehören neben der Ableitung spontaner und willkürlicher Augenbewegungen eine Reihe experimenteller Prüfungen, bei denen sich Teilfunktionen der Augenbewegungskontrolle gezielt untersuchen lassen. Sie ist die wichtigste Untersuchung in der Diagnose von Schwindelbeschwerden und Gleichgewichtsstörungen.

 Sehtests

Überprüft werden Sehstörungen nach Kopfverletzungen. Darunter fallen mangelnde Fokussierung auf visuell gebotene Reize, gestörte Blickstabilität, Fusionsstörungen, Einschränkungen im visuellen Scanning, Akkommodationsstörungen (Ferne-Nähe-Anpassung) sowie eine gestörte Blickfolgebewegung.

 MRT Kopf

Die Kernspintomographie ist ein bildgebendes Verfahren zur Darstellung des menschlichen Körpers. Sie gehört zur Untergruppe der Schnittbildverfahren. Die MRT arbeitet im Gegensatz zur Röntgenuntersuchung nicht mit Röntgenstrahlen, sondern mit sehr starken, konstanten Magnetfeldern und Radiowellen. Die MRT ist ein aufgrund ihrer sehr guten Qualität und ihrer breitgefächerten Möglichkeiten gerne eingesetztes diagnostisches Verfahren.

 Neuropsychologische Baseline Untersuchung

Die neuropsychologische Baseline Untersuchung richtet sich an Profisportler in Kontaktsportarten und an Sportler in Sportarten mit erhöhtem Risiko einer Kopfverletzung. Optimal wird die Untersuchung einmal vor Saisonbeginn durchgeführt und jährlich wiederholt. Es wird eine etablierte Testbatterie zur Überprüfung der Aufmerksamkeitsleistungen verwendet. Die computergestützte Untersuchung kann in allen Sprachen durchgeführt werden und dauert ca. 40 Minuten.

 Neuropsychologische Therapie

Die neuropsychologische Therapie wird individuell auf die Bedürfnisse des Patienten abgestimmt. Es wird durch einen erfahrenen Neuropsychologen begleitet. Die Frequenz und die Trainingsdauer der Therapie richten sich nach dem Sportler. Das neuropsychologische Training stützt sich auf computergestützte Programme, wie RehaCom und CogPack. Auch Papier und Stift Aufgaben dienen als Trainingsmaterial.

 Posturographie

Die dynamische Posturographie dient der Untersuchung der Gleichgewichts- und Haltungsstabilität. Die Untersuchung wird auf einer Plattform durchgeführt, die Körperschwankungen registriert. Zusätzlich ist die Plattform in Vorwärts- und Rückwärtsrichtung beweglich und lässt sich nach vorne und hinten kippen. Weiterhin gehört zum System ein beweglicher Horizont. Durch Veränderungen der Versuchsbedingungen und ihre verschiedenen Kombinationen können die verschiedenen, an der Haltung und Gleichgewichtsstabilität beteiligten sensorischen Systeme unterschiedlich beeinflusst werden. Die Analyse der Ergebnisse erlaubt eine Zuordnung der vorliegenden Störung zum visuellen System, zum somatosensorischen System oder zum vestibulärem System. Der Proband wird durch ein Gurtsystem am Stürzen gehindert.

Im motorischen Kontrolltest (Bewegungskoordinationstest) werden, hauptsächlich durch Stimulation von Lagesinnrezeptoren, schnelle unbewusste Reaktionen auf plötzliche Bewegungen der Meßplattform getriggert.

Im Adaptationstest wird die Fähigkeit des Probanden getestet, eine unerwartete Änderung der Orientierung der Trittfläche auszugleichen und bei wiederholter gleichartiger Anforderung eine Lernkurve zu erreichen.

 Psychotherapie

Ein Schädel-Hirn-Trauma kann auch mit psychischen Problemen, wie z.B. erhöhter Reizbarkeit, niedergedrückter Stimmung, Antriebsminderung oder Schwierigkeiten sich an die veränderte Situation anzupassen, verbunden sein. In diesem Fall bedarf es einer psychotherapeutischen Behandlung.

 Qi Gong

Qi Gong ist ein chinesisches Bewegungs- Konzentrations- und Meditationsverfahren. Es verhilft die eigene körperliche Kraft freizusetzen.

  Chefarzt

Dr. med. Andreas S. Gonschorek

Sekretariat:
Concussion Center Hamburg
Bianca Heinzel

  040 7306-2345   concussioncenterhh­(at)bgk-hamburg.de