Das Querschnittgelähmten-Zentrum

Das Querschnittgelähmten-Zentrum (QZ) ist eine Modelleinrichtung der Berufsgenossenschaften und das größte in Deutschland. Hier werden Menschen mit Rückenmarkschäden nach dem Grundsatz der umfassenden Behandlung betreut. Diese erfolgt in drei Phasen von der Versorgung Frischverletzter über die weiterführende Rehabilitation bis zur ambulanten lebenslangen Nachsorge.

Querschnittlähmung heute

Eine Querschnittlähmung ist bis heute nicht heilbar. Der Schaden des Rückenmarkes heilt unter Defektbildung aus und hinterlässt bleibende
Ausfälle in Form von Lähmungen und Sensibilitätsstörungen an Rumpf und Extremitäten, aber auch in Form von Funktionsstörungen von Verdauungstakt
und ableitenden Harnwegen. Höhe und Ausmaß der Schädigung am Rückenmark sind sowohl für die verbleibenden Funktionen als auch für die erreichbaren Ziele von Bedeutung. Grundsätzliches Ziel ist das Erreichen maximaler Selbständigkeit und entsprechend größtmögliche Unabhängigkeit von fremder Hilfe.

Das größte Zentrum Deutschlands

Mit 120 Behandlungsplätzen ist das Hamburger Querschnittgelähmten-Zentrum das größte in Deutschland und eines der größten weltweit. Im Jahr 2014 wurden mit ca. 300 Patienten deutlich mehr als 10% aller Menschen mit frischer Querschnittlähmung in Hamburg versorgt. Auffällig ist der insgesamt gestiegene Schweregrad der gesundheitlichen Beeinträchtigung. Dies liegt sowohl am Anstieg altersassoziierter erkrankungsbedingter Lähmungen als auch am Ausbau von Behandlungskapazitäten für Hochquerschnittgelähmte mit vorübergehender oder dauerhafter Beatmungspflicht. Im Jahresdurchschnitt werden 16 beatmungspflichtige Querschnittgelähmte behandelt.

  Chefarzt

Querschnittgelähmten-Zentrum

Sekretariat:
Andrea Hempel

  040 7306-2601   r.thietje­(at)bgk-hamburg.de