Medizinisches Angebot

Komplexe Versorgung aus einer Hand

Im Querschnittgelähmten-Zentrum des BG Klinikum Hamburg erfolgen sämtliche Behandlungen unter einem Dach und möglichst aus einer Hand. So wird eine optimale Versorgung der Patienten gewährleistet: von der akutmedizinischen Behandlung frisch eingetretener Querschnittlähmungen über die medizinische Therapie und Mobilisierung bis hin zur Rehabilitation und lebenslangen Nachsorge. Wesentliches Prinzip ist dabei, die Rehabilitation bereits während der akutmedizinischen Phase beginnen zu lassen. So lernen die Patienten so früh wie möglich, die Herausforderungen ihrer neuen Lebenssituation zu meistern.

 Stationäres Angebot
  • Operative Stabilisierung der verletzten Wirbelsäule
  • Medizinische Betreuung auf Intensiv-, Intermediatecare- und peripheren Stationen
  • Behandlung von beatmeten Patienten und Entwöhnung von maschineller Beatmung
  • Gleichzeitige medizinische und rehabilitative Behandlung von unfall- und erkrankungsbedingten Querschnittlähmungen
  • Operative und konservative Behandlung sämtlicher lähmungsspezifischer Komplikationen (insbes. Dekubitus, Frakturen, Spastik, Schmerz, neuro-urologische Probleme)
  • Behandlung von Erkrankungen des Darmausgangs sowie die Neurostimulation zur Therapie neurogener Blasen- und Mastdarmentleerungsstörungen
  • Behandlung von Lähmungen der Beckenbodenmuskulatur mit speziellen neurophysiologisch basierten Behandlungsmethoden
  • Ganganalysen und spezielle orthetische Versorgung bei Patienten mit inkompletter Querschnittlähmung
 Spezialisierte Rehabilitation

Die Rehabilitation von Querschnittgelähmten ist wichtiger Bestandteil der Behandlung von Anfang an.

 Ambulante Versorgung

Nach der Erstbehandlung werden die Patienten im Regelfall in eine ihren Bedürfnissen angepasste Wohnsituation entlassen. Zur Unterstützung externer Pflegeteams sowie von Angehörigen bietet das BGKH patientenzentrierte Schulungen an.

 

Lebenslange Nachsorge

Eine konsequente ambulante Nachsorge vermeidet oder vermindert typische Komplikationen oder Spätfolgen der Querschnittlähmung. Daher hat das Querschnittgelähmten-Zentrum ein ambulantes Nachuntersuchungskonzept entwickelt, das von Patienten, Angehörigen und behandelnden Ärzten gern in Anspruch genommen wird. Die ambulante Nachsorge verbessert die Lebensqualität der Patienten und senkt zugleich im Sinne der Kostenträger die Gesamtkosten der Behandlung.

Um nicht immer vermeidbare Komplikationen kümmert sich ein Team aus Spezialisten. Im Vordergrund  stehen Probleme des ableitenden Harnwegssystems sowie Schäden im gefühllosen Bereich des Körpers in Form von Druckgeschwüren (Dekubitus). Letztere können durch zum Teil sehr umfangreiche operative Maßnahmen im BGKH zur Abheilung gebracht werden.


Ambulantes Angebot

Querschnittlähmung (Paraplegiologie )

  • Lebenslange Nachsorgeuntersuchungen
  • Poststationäre Kontrolluntersuchungen
  • Persönliche Beratung von Patienten, Angehörigen und Kostenträgern
  • Chirurgische Versorgung
  • Internistische Versorgung
  • Neurologisch-neurophysiologische Untersuchungen
  • Orthopädische Versorgung
  • Rehaplan-Erstellung
  • Medizinische Begutachtung
  • Zwerchfellnervenschrittmacher-Diagnostik


Psychologie

  • Psychologische Diagnostik
  • Beratung und Information
  • Krisenintervention
  • Psychotherapie (z. B. Schmerzbehandlung und Traumatherapie)


Weitere Serviceangebote

  • Hilfsmittelversorgung
  • Kontinenzversorgung
  • Orthopädische Versorgung
 Psychologische Unterstützung und Behandlung

Eine Querschnittlähmung stellt nicht nur eine körperliche Verletzung dar, sondern auch ein erhebliches psychisches Trauma. Die Bewältigung der aufkommenden Fragen, Probleme und Ängste ist für Patienten mit erheblichen emotionalen Belastungen verbunden. Daher ist die psychologische Begleitung dieses notwendigen Verarbeitungsprozesses fest in das stationäre Behandlungskonzept im Querschnittgelähmten-Zentrum integriert.

Psychotherapeutische Hilfestellung und Behandlung

  • Gespräche zur Situations- und Krankheitsverarbeitung
  • Gruppen zur Angehörigenbetreuung
  • Beratungsgespräche zur Neuorientierung in Partnerschaft und Sexualität
    (in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Neuro-Urologie)
  • Hilfe bei der Verarbeitung belastender Erinnerungen
    (z.B. an das Unfallgeschehen oder den Aufenthalt auf der Intensivstation)
  • Vermittlung von Stabilisierungs- und Stressbewältigungstechniken
  • Psychologische Behandlung von Schmerzen, Spastik und Missempfindungen
  • Herstellen von Kontakten zur psychosozialen Nachbetreuung

Therapieverfahren und -methoden

  • Verhaltenstherapie
  • Gesprächstherapie
  • Traumatherapie (z.B. EMDR)
  • Hypnotherapie, imaginative Verfahren
  • Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung
 Belegungs- und Entlassungsmanagement

Es gibt ein zentrales Belegungs- und Entlassungsmanagement für das Querschnittgelähmten-Zentrum (QZ) am BG Klinikum Hamburg, das für alle stationären Aufnahmen zuständig ist.


Erforderliche Kostenübernahme-Erklärungen der Kostenträger werden von den Mitarbeitern des Belegungs- und Entlassungsmanagements direkt eingeholt. Darüber hinaus wird eine telefonische Beratung der Patienten, der Hausärzte, Krankenhäuser und Kostenträger angeboten. Verantwortlich sind hierfür Oberarzt Gregor Wollny und Gesundheits- und Krankenpfleger Christof Bargholz. Das Hilfsmittelmanagement wird durch Herrn Klees sichergestellt.

 Seelsorge

Für Patienten des Querschnittgelähmten-Zentrums wird die Seelsorge als zusätzliches Gesprächsangebot angeboten. Informationen dazu finden sich entweder auf den Stationen oder auf im Bereich Seelsorge.

  Chefarzt

PD Dr. med. Roland Thietje

Querschnittgelähmten-Zentrum

Sekretariat:
Andrea Hempel

  040 7306-2601   r.thietje­(at)bgk-hamburg.de