Pflege im Querschnittgelähmten-Zentrum

Das Querschnittgelähmten-Zentrum verfügt insgesamt über sieben Stationen zur Unterbringung und Versorgung von querschnittgelähmten Patienten.

 Pflegerische Besonderheiten
  • Enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit allen am Behandlungsprozess beteiligten Berufsgruppen
  • Umfassende, speziell auf die Bedürfnisse des Patienten ausgerichtete Pflegeeinweisung für Angehörige sowie weiterversorgende Pflegeeinrichtungen und Pflegedienste
  • Prävention von Weichteildefekten (Auswahl und Anwendung geeigneter druckreduzierender Lagerungssysteme)
  • Kontinenzberatung (zum Beispiel die Auswahl und Anwendung geeigneter Kathetersysteme)
  • Darmmanagement
  • Techniken der Sekretmobilisierung und des Abhustvorganges
  • Pflegerische Begleitung bei Freizeitaktivitäten (Ausflüge, Konzertbesuche etc.)
  • Weiterführende ambulante Betreuung
 Unterbringung

Die sieben Stationen befinden sich in dem separaten Gebäudeteil des Querschnittgelähmten-Zentrums und liegen in unmittelbarer räumlicher Nähe zu den Therapiebereichen, wie Physio-, Ergo- und Sporttherapie. So ist eine Erreichbarkeit für die Patienten gewährleistet. Die Behandlungsplätze sind in Ein-, Zwei- und Vierbettzimmer aufgeteilt.

 Ausstattung

Jedes Patientenzimmer ist mit modernen Patientenliftersystemen und ergonomisch einstellbaren Pflegebetten ausgerüstet. Die lichtdurchfluteten Räume der Stationen verfügen teilweise über Deckenbilder und bieten ausreichend Platz für die persönliche Gestaltung. Einige Zimmer sind außerdem mit Balkonen oder Terrassen ausgestattet.

Stationen 1A, 51, 52, 61 und 62

Die Gesundheits- und Krankenpflegekräfte arbeiten auf diesen Stationen nach den Prinzipien der Bezugspflege: Jedem Patienten wird eine zuständige Pflegeperson zugewiesen, die zielgerichtet auf dessen Bedürfnisse eingehen kann. Die umfassende Rehabilitation ist auf eine größtmögliche Selbständigkeit der Patienten fokussiert.  

Stationen 41 und 42

Diese Stationen bilden das Bindeglied zwischen der Intensivstation und der Normalstation. Hier betreuen speziell geschulte Pflegekräfte frischverletzte, vorwiegend beatmete Patienten in der Kombination aus umfassender Rehabilitation und intensiver Überwachung der Vitalfunktionen (Intermediate Care). Die Rehabilitation soll den Patienten zu einer größtmöglichen Selbständigkeit verhelfen und umfasst unter anderem die Anleitung zum Umgang mit Hilfsmitteln wie Elektro-Rollstühlen und speziell adaptierten Laptops.

 Patienten und Angehörigen-Beratung

Infogruppen im Querschnittgelähmten-Zentrum

Nach der Querschnittlähmung müssen sich Patienten auf einen vollkommen neuen Lebensabschnitt einstellen. Im Rahmen der Erstrehabilitation werden deshalb mehrfach im Jahr sogenannte Infogruppen organisiert. Hier erhalten frischverletzte Patienten über mehrere Termine verteilt grundlegende Informationen über die Situation eines Querschnittgelähmten sowie über häufige Komplikationen. Die Vorträge und Diskussionsrunden mit Fachleuten (Ärzte, Pflegekräfte) finden in einer geschlossenen Gruppe von maximal zwölf Personen statt. 
 

Die Themen im Überblick

  • Was ist eine Querschnittlähmung?
  • Stütze für die Seele
  • Blasenlähmung
  • Verdauung und Ernährung
  • Hautschäden
  • Partnerschaft und Sexualität
  • Selbstbestimmtes Leben, rechtliche Möglichkeiten und Schwierigkeiten
  • Diskussionsabend mit ehemaligen Patienten
 Bereichs- und Stationsleitungen
Beate Grimm

Stationsleitung 1A

  040 7306-3499   040 7306-3400   b.grimm(at)bgk-hamburg.de
Oliver Schröder-Gertloff

Bereichsleitung Stationen 41/42

  040 7306-3550   040 7306-3503   o.schroeder-gertloff(at)bgk-hamburg.de
Ingo Föcks

Bereichsleitung Stationen 51/52

  040 7306-3736   040 7306-3636   i.foecks(at)bgk-hamburg.de
Andreas Wendl

Bereichsleitung Stationen 61/62

  040 7306-3640   040 7306-3601   a.wendl(at)bgk-hamburg.de