Pflege in der Rehabilitation

Die Pflege ist ein wichtiger Baustein der Rehabilitation. Sie umfasst neben der Grund- und Behandlungspflege auch die Beratung und Anleitung des Patienten und deren Angehöriger. Leitfaden der Pflege sind die  wöchentlich festgesetzten Rehabilitationsziele.

Gemeinsam und abgestimmt arbeiten Pflegekräfte, Ärzte, Therapeuten und Sozialarbeiter an der umfassenden medizinischen und sozialen Rehabilitation der ihnen anvertrauten Patienten. Diese lernen durch die gezielte Vorgehensweise des Teams, ihre Krankheit zu akzeptieren, wenn möglich sie nach und nach zu überwinden oder Möglichkeiten zum Ausgleich zu entwickeln.

 Pflege in der Fachübergreifenden Frührehabilitation

Schwerpunkt der Station 4A ist die Behandlung schwerstkranker Patienten. 23 spezielle Überwachungszimmer sind mit hochmodernem Intensiv-Monitoring und Beatmungsgeräten ausgestattet. In einem geschützten Überwachungsbereich können auch beatmete Patienten aus ihren Zimmern heraus mobilisiert werden. Zudem ist ein Therapieraum mit kompletten Intensiv-Monitoring vorhanden.

Die Station 5A bietet 28 Betten für den Bereich Rehabilitation. Zusätzlich sind auf der Station zwei vollständig ausgestattete Therapieräume vorhanden. Eine kontinuierliche Überwachung der Vitalparameter der Patienten ist nicht mehr nötig, jedoch besteht oftmals noch eine akutmedizinische Behandlungsbedürftigkeit.

 Pflegerische Besonderheiten auf der IMC-/Beatmungsstation 4A

Wesentliche Schwerpunkte der Pflege in der Akutphase der Erkrankung

  • Überwachung des Patienten in Bezug auf instabile Kreislaufverhältnisse
  • Überwachung der Atemparameter unter Beatmung und während der Beatmungsentwöhnung
  • Assistieren und Anreichen bei akutmedizinischer Diagnostik

Gemeinsam mit den Patienten und deren Angehörigen werden elementare alltägliche Aktivitäten, wie ein geregelter Tag-/Nachtrhythmus, die Körperwahrnehmung und Mobilität, das Trainieren von Körperpflege und An-/Auskleiden, sowie die Nahrungsaufnahme bei Schluckstörungen, wieder erlernt.

 Pflegerische Besonderheiten der therapeutisch-aktivierenden Pflege

Die therapeutisch-aktivierende Pflege in der Rehabilitation unterstützt Patienten in ihren verbliebenen Fähigkeiten. Gesundheits- und Krankenpflegekräfte fördern dabei gezielt die Selbstpflegemöglichkeiten der Patienten und stärken so deren Selbständigkeit.

Die wichtigsten Bestandteile der aktivierenden Pflege

  • Spezielle pflegetherapeutische Konzepte wie Bobath, Kinästhetik und basale Stimulation
  • Interaktionsmodell nach Affolter
  • Fazio-orale Therapie
  • Erstellung eines individuellen Pflegeplanes zur gezielten Unterstützung bei der Bewältigung der täglichen Aktivitäten durch spezielle Trainingsabläufe
  • Erfassung des Pflegebedarfes mit Hilfe spezieller rehabilitativer Assessments und kontinuierliche Messung des Behandlungsfortschritts
 Pflege in der Stationären Weiterbehandlung

In der Berufsgenossenschaftlichen Stationären Weiterbehandlung (BGSW) stehen Patienten gut 60 Betten in Einzelzimmern zur Verfügung. Diese befinden sich verteilt auf dem Klinikgelände.

Patienten in der Komplexen Stationären Rehabilitation (KSR) werden auf der Station 5C/D untergebracht. Die Station verfügt über 40 Betten verteilt auf Zweibettzimmer. Aufgabe des Pflegeteams ist es, zur Wiedereingliederung des Patienten in das familiäre, soziale und berufliche Umfeld beizutragen.

Die Verweildauer reicht von zwei bis drei Wochen bis zu mehreren Monaten. Sie ist abhängig von dem Ausmaß der Beschwerden und der Funktionalität.

 Pflege in der BGSW-Behandlung
  • Umsetzung von ärztlichen Anordnungen wie Vitalwertkontrollen, Medikamenten- und Pflegeartikelausgaben, Anlegen von Verbänden
  • Koordination des Aufenthaltes sowie Planung von Visiten, Untersuchungen, Urlaubsansprüchen und Weiterleitung jeglicher Informationen an die Patienten
 Pflege in der Komplexen Stationären Rehabilitation
  • Notwendige Unterstützung in den Aktivitäten des täglichen Lebens
  • Patienteneigene Ressourcen nutzen und fördern
  • Förderung der Selbständigkeit und Eigenverantwortung
  • Stärkung des Wohlbefindens der Patienten durch Pflege, aber auch durch intensive Gespräche

  Bereichsleitung 4a, 5a

Annika Sobottka

  040 7306-3866   040 7306-3813   a.sobottka­(at)bgk-hamburg.de

  Stationsleitung 5 c/d, BGSW

Andrea Ganz

  040 7306-3451   a.ganz­(at)bgk-hamburg.de