Wassertherapie und Schwimmunterricht

Den Patienten des BUKH steht neben einem Schwimmbecken mit 28° C auch ein modernes Warmwasserbecken mit 32° C zur Verfügung. Beide Becken sind mit Patientenlifter ausgestattet, das 32° Becken verfügt außerdem über einen höhenverstellbaren Boden. Der Einsatz des Mediums Wasser ist ein wichtiger Bestandteil der Rehabilitation. Therapien im Wasser werden sowohl vorbereitend und begleitend zur Physiotherapie und Medizinischen Trainingstherapie als auch zur Schwerpunktintervention eingesetzt. Dabei sind die Therapien auf die jeweiligen Verletzungsmuster und Rehabilitationsstufen abgestimmt.

Die Therapie im Wasser beinhaltet therapeutisches Schwimmen, das Training der konditionellen Fähigkeiten und die Schulung komplexer motorisch-koordinativer Fähigkeiten in Einzel- und Gruppentherapien. Dabei wird der Auftrieb und der entspannungsfördernde Effekt des Wassers genutzt. Für die Patienten des Querschnittgelähmten-Zentrums wird zudem Kajaktherapie angeboten.

Einzeltherapien und Gruppentherapien im Bewegungsbad dienen unter anderem der Kräftigung der innervierten Muskulatur, der Koordinationsschulung, Gleichgewichtsschulung, Entspannung und Schmerzlinderung, der Gelenkmobilisation und der Spannkraftregulation. Dabei kommen spezielle Konzepte, wie beispielsweise McMillan, zum Einsatz. Die Patienten lernen sich angstfrei im Wasser aufzuhalten und gewinnen ein Stück Lebensqualität wieder.

Im Bewegungsbad

Koordinationstraining
Bei gezieltem Koordinationstraining lässt das Wasser Bewegungsabläufe zu, die auf festem Boden überhaupt nicht oder nur eingeschränkt möglich sind. Zum anderen wird das sensomotorische System in dem instabilen Medium ständig zu neuen Anpassungsreaktionen animiert. So kann eine Vielzahl eingeschränkter koordinativer Fähigkeiten wieder aufgebaut, eingeschliffen und ökonomisiert werden.

Therapeutisches Schwimmen
Therapeutisches Schwimmen, das vor allem in der Rehabilitation querschnittgelähmter Patienten eine wichtige Rolle spielt, zielt auf den Aufbau von sicherem Handeln und Verhalten im Wasser. Dazu gehören Maßnahmen zur Wassergewöhnung, das Erlernen von Schwimm- und Tauchtechniken ebenso wie die Vermittlung von Transfertechniken, um eine größtmögliche Selbstständigkeit des Patienten zu erreichen. Auf diese Weise kann Angst abgebaut und über eine positive Bewegungserfahrung mehr Eigenaktivität gefördert werden.

Konditionstraining
Im Konditionstraining werden Stoffwechselprozesse aktiviert und Muskelfunktionen verbessert. Ziel der Wassertherapie in diesem Bereich ist die Steigerung der allgemeinen Ausdauer und der Leistungsfähigkeit des Herz-Kreislaufsystems und des muskulären Systems. Hierbei werden vor allem der Wasserwiderstand und der hydrostatische Druck therapeutisch genutzt.

Kontakt

Olaf Hinz
Ltg. Schwimmhalle
Berufsgenossenschaftliches Unfallkrankenhaus Hamburg
Zentrum für Rehabilitationsmedizin
Bergedorfer Straße 10
21033 Hamburg
Germany
+49 (0)40 7306-3220