Ergotherapie im Zentrum für Schwerbrandverletzte
Das Ziel der Behandlung schwerbrandverletzter Patienten ist das größtmögliche schmerzfreie Bewegungsausmaß, ein optimales Narbenbild und eine eigenständige Lebensführung mit weitgehender Akzeptanz der veränderten Lebensumstände. Um dieses Ziel erreichen zu können, stehen folgende Therapieinhalte im Mittelpunkt:
Narbenbehandlung
- Anpassung und regelmäßige Kontrolle von Kompressionsbandagen
- Silikonbehandlung
- Fertigung statischer Lagerungsschienen zur Kontrakturvorbeugung
- Fertigung dynamisch-korrigierender Schienen bei Funktionseinschränkungen durch Narbenzug
- Herstellung von und Versorgung mit speziellen Hilfsmitteln zur Narbenbehandlung wie Mundspreizer, Watussikragen, Schwimmhautkompression
- Techniken zur Narbendehnung
- Desensibilisierung

Schreibtraining
sensomotorisch-funktionelle Therapie
- Bewegungsanbahnende und -erleichternde Maßnahmen unter Vermeidung von Schonhaltung
- Sensibilitätstraining
- Training von Handfunktionen unter Einsatz von angepasstem Therapiematerial
- Schulung von Koordination und Feinmotorik
- Training komplexer Handlungsabläufe mit vielfältigen Greifformen
- Einsatz der Hände sowie Steigerung der körperlichen Belastbarkeit bei handwerklichen Techniken und Tätigkeiten des täglichen Lebens
- Erlernen von Kompensationsstrategien bei bleibenden Funktionseinschränkungen
- Schienenbehandlung

Erste Schritte zur Selbstständigkeit
Selbsthilfetraining und Hilfsmittelversorgung
- Umgang mit Kompressionsbandagen und Hilfsmitteln zur Narbenbehandlung
- Training der Tätigkeiten des täglichen Lebens wie Essen, Waschen und Ankleiden
- Erlernen von Kompensationstechniken bei bleibenden Funktionseinschränkungen
- Küchen- und Haushaltstraining
- Mobilitätstraining
- Stadttraining beispielsweise mit selbstständigem Einkaufen
- Wohnberatung
- Versorgung mit Hilfsmitteln für alle Bereiche des täglichen Lebens in Zusammenarbeit mit dem Sanitätsfachhandel
- Herstellung individueller Hilfen wie Becher sowie Stift- oder Besteckhalterung
- Angehörigenberatung und Einweisung in die Nutzung der Hilfsmittel