Die urologische Funktionsdiagnostik

Die Pflegekräfte der Urologie betreuen die Patienten während der Untersuchungen und führen diese zusammen mit den Ärzten durch.
Die Pflegekräfte beraten Patienten außerdem über Inkontinenzhilfsmittel bei Urininkontinenz und zum Material für den intermittierenden Katheterismus. (Dieses Angebot besteht für ambulante Patienten, die von BUKH mit Hilfsmitteln versorgt werden).
Persönliche Beratung: Um Sie richtig beraten zu können, ist Ihr persönliches Erscheinen in der Urologie erforderlich. Eine telefonische Beratung oder Beratung per Email ist nicht möglich.

Untersuchungen

Es gibt einige urologische Untersuchungen, die routinemäßig durchgeführt werden können:

Ultraschallbild der Blase

Ultraschallbild der Blase

  • Ultraschall ist ein Test mit Schallwellen, der Ihre Blase und Nieren darstellt. Es ist eine preiswerte und schmerzlose Untersuchung, die bei Bedarf häufig durchgeführt werden kann.
  • Urinkultur und Antibiogramm zeigen, ob eine Infektion vorliegt, welche Bakterien sie verursachen, und welche Medikamente sie bekämpfen können.
  • Urinstatus und – Sediment geben einen Überblick des Nieren- und Blasenzustandes.
  • Nierenleeraufnahme ist eine Röntgenaufnahme Ihrer Nieren, Harnleiter und Blase, die zur Frage der Steinbildung im Harntrakt Auskunft gibt.
  • Cystoskopie (Blasenspiegelung) wird durchgeführt, um nach Blasensteinen und allen möglichen Veränderungen in Ihrer Blase zu suchen. Das Cystoskop ist ein Instrument, welches durch die Urethra (Harnröhre) eingeführt wird. Damit kann der Arzt in die Blase sehen.
Infusionsurogramm

Infusionsurogramm

  • Infusionsurogramm (IUG, IVP) ist ein Röntgenverfahren. Bevor die Aufnahmen gemacht werden, wird Kontrastmittel in eine Vene gespritzt. Dieses Mittel wird im Urin ausgeschieden und bildet damit Ihre Nieren, Harnleiter und Blase besser ab. Bei dieser Untersuchung kann der Arzt Veränderungen oder Schäden Ihres Harntraktes erkennen.
  • Urodynamische Untersuchung (UDU) auch Cystometrie oder Blasendruckmessung ist eine Untersuchung, die das Verhalten der Blase bei und nach der Füllung registriert. Sie zeigt, ob die Blase bei der Füllung Druck macht, d.h. sich zusammenzieht (kontrahiert), wie voll sie dabei ist, wie hoch die dabei erzeugten Drucke sind und wie sich der Blasenhals verhält. Dieser Test wird durchgeführt, indem man kontrastmittelhaltige Flüssigkeit durch einen Katheter in die Blase pumpt. Die aufgenommenen Messwerte werden mit Hilfe eines Computers in Kurvenform ausgedruckt. Mit der Röntgenanlage kann man zu geeigneten Zeitpunkten Bilder von der Blase und dem Schließmuskelapparat gewinnen (MCU). Auch die Refluxerkrankung und Blasenwandveränderungen werden hier erkannt. Diese Untersuchungen werden häufig als Kombination (Video-Urodynamik) von Neuro-Urologen durchgeführt, die sich auf die Diagnostik und Therapie der Blasenlähmung spezialisiert haben. Blasendruckmessungen werden bei Querschnittgelähmten regelmäßig wiederholt, auch im Rahmen der lebenslangen Nachsorge, um rechtzeitig Veränderungen der Blasenfunktion zu erkennen und behandeln zu können.

Ein optimales Blasenprogramm hilft Ihnen, sich gesünder zu fühlen und verschafft Ihnen eine normale Lebenserwartung. Wenn Sie Fragen zu Ihrem Blasenprogramm haben, fragen Sie Ihre Krankenschwester, Ihren Pfleger, Arzt oder Urologen.

Sprechstunde:

Dienstags, 14:00 bis 15:00 Uhr nach Voranmeldung

Anmeldung:

Frau Stöter
Telefon 040 7306 -3609