Medizinisches Glossar

Medizinisches Glossar

Im Rahmen eines Klinikaufenthaltes und im Kontakt mit medizinischen Personal, werden oft fachspezifische Begriffe verwendet, die Ihnen als Patient vielleicht noch nicht vertraut sind. Um Ihnen mehr Sicherheit im Umgang mit den verschiedenen Fachbegriffen zu geben, haben wir für Sie ein medizinisches Glossar zusammengestellt, mit dessen Hilfe Sie sich sicher schnell zurecht finden.

Klicken Sie einfach die entsprechende Buchstabengruppe an, in der sich der jeweilige Fachausdruck befindet. Wir bemühen uns um Vollständigkeit, sollte das entsprechende Fremdwort dort dennoch nicht gelistet sein, sprechen Sie bitte unser Fachpersonal an. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Die 24-Stunden-pH-Metrie (24h-pH-Metrie, Langzeit-pH-Metrie) ist ein Diagnoseverfahren und dient dazu, Sodbrennen (Reflux) festzustellen. Dazu setzen Ärzte mithilfe eines dünnen Kunststoffschlauchs ein kleines Messgerät in die Speiseröhre ein, das über 24 Stunden, die Menge der in die Speiseröhre aufsteigenden Magensäure misst. Die 24h-pH-Metrie ist in der Regel schmerzlos und der Untersuchte kann sich freibewegen.

Das Wort Abdomen kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "Bauch" oder "Unterleib". Das Abdomen liegt zwischen dem Brustkorb und dem Becken und enthält die Bauchhöhle. Bei einer Untersuchung des Abdomenstastet der Arzt z.B. Leber, Gallenblase, Nieren und Milz ab.

Als Ablation bezeichnen Mediziner die Entfernung von Körpergewebe oder Körperteilen, z.B. Ablatio Mammae (Entfernung des Brustgewebes, Brustamputation). Andere Worte für Ablation sind Abtragung oder Amputation. Auch eine krankhafte Gewebeablösung wird Ablation genannt, z.B. Ablatio retinae (Netzhautablösung).

= abgekapseltes Eitergeschwür. Bei einem Abszess sammelt sich in Folge einer bakteriellen Entzündung Eiter im Gewebe an. Abszesse entstehen häufig in Haut oder Unterhaut und selten in inneren Organen. Viele oberflächliche Eitergeschwüre platzen nach einer Weile auf und heilen dann von alleine ab. Bessert sich der Abszess nicht, muss ein Arzt das Geschwür aufschneiden und den Eiter entleeren. In der Regel heilt die Entzündung anschließend komplikationslos aus.

Der Begriff adjuvante Therapie bezeichnet eine ergänzende Therapie, z.B. im Rahmen einer Krebsbehandlung. Mögliche adjuvante Therapien sind u.a. die adjuvante Chemotherapie oder die adjuvante Hormontherapie, die beispielsweise häufig nach einer Brustkrebs-Operation stattfinden. Die ergänzende Therapie nach der Entfernung des Tumors dient dazu, einem Rückfall und der Entstehung von Tochtergeschwulsten vorzubeugen.

= plötzlich auftretend, heftig verlaufend. Eine akute Erkrankung tritt unerwartet auf. Ihr Verlauf ist meistheftig und dauert in der Regel nur kurze Zeit. In der medizinischen Fachsprache steht akut im Gegensatz zuchronisch (dauerhaft, immer wieder auftretend).

Die Allergologie ist eine medizinische Fachrichtung, die sich mit Entstehung, Diagnose und Behandlung von Allergien beschäftigt. Ärzte können sich in einer mehrjährigen Ausbildung zum Allergologen weiterbilden.

Eine ambulante Behandlung oder Diagnostik in der Klinik bedeutet, dass der Patient nicht über Nacht im Krankenhaus bleiben muss. Durch moderne Operationstechniken und sanfte Narkosen lassen sich heutzutage viele Untersuchungen und Operationen ambulant durchführen. Die Patienten dürfen in der Regel schon wenige Stunden nach dem Eingriff wieder nach Hause. Eine ambulante Behandlung kommt z.B. bei Eingriffen an den Zähnen, der Entfernung der Rachen- oder Gaumenmandeln, Krampfadern, Grauem Star oder einem Leistenbruch in Betracht.

= Patientengespräch. Bei der Anamnese befragt der Arzt den Patienten zu seinen Beschwerden und seiner medizinischen Vorgeschichte (z.B. Vorerkrankungen, Lebensweise). Die Anamnese ist ein wichtiger Bestandteil bei der Diagnose und dient dem Arzt als Entscheidungsgrundlage für weitere Untersuchungen.

Mithilfe der Anästhesie kann der Arzt das Schmerzempfinden des Patienten ausschalten. Bei kleineren Eingriffen reicht meist eine örtliche Betäubung (Lokalanästhesie), z.B. bei einer Zahnbehandlung. Größere Operationen oder schmerzhafte Untersuchungsverfahren führen Ärzte unter Teil- oder Vollnarkose durch. Bei einer Teilnarkose schaltet der Anästhesist nur das Schmerzempfinden bestimmter Körperteile aus. Bei der Vollnarkose nimmt der Patient überhaupt keine bewussten Empfindungen mehr wahr.

Die Angiografie gehört zu den Diagnoseverfahren und stellt Blutgefäße auf einem Röntgenbild dar. Dazu spritzt der Arzt dem Untersuchten ein Kontrastmittel in ein Blutgefäß, um diese in der Röntgenaufnahme sichtbar zu machen. In der Klinik kommt die Angiografie z.B. bei der Darstellung von Hirngefäßen oder zum Nachweis von Thrombosen (Blutgerinnseln) zum Einsatz.

Die Angiographie gehört zu den Diagnoseverfahren und stellt Blutgefäße auf einem Röntgenbild dar. Dazu spritzt der Arzt dem Untersuchten ein Kontrastmittel in ein Blutgefäß, um diese in der Röntgenaufnahme sichtbar zu machen. In der Klinik kommt die Angiographie z.B. bei der Darstellung von Hirngefäßen oder zum Nachweis von Thrombosen (Blutgerinnseln) zum Einsatz.

Der Begriff Angiologie kennzeichnet die Lehre von den Blut- und Lymphgefäßen. Die Angiologie ist der Inneren Medizin zugeordnet. In der Klinik werden Menschen mit einer Erkrankung der Blut- oder Lymphgefäße daher in der Abteilung für internistische Erkrankungen behandelt.

Antibiotika (Einzahl: das Antibiotikum) sind Medikamente, die bei bakteriellen Infektionen eingesetzt werden. Sie wirken antibakteriell, indem sie Bakterien abtöten oder ihr Wachstum hemmen. Es gibt mehrere Wirkstoffe und Wirkstoffgruppen. Antibiotika werden, je nach Art und Schwere der Infektion, u.a. als Tablette, Infusion oder Salbe verabreicht.

= Betriebsmedizin. Die Arbeitsmedizin ist eine medizinische Fachrichtung, die den Einfluss von Arbeit auf den Menschen, seine Leistungsfähigkeit und Gesundheit untersucht und bewertet. Hauptziel dieser Forschung ist es Krankheiten, die durch verschiedene Anforderungen von Arbeit entstehen, zu erkennen und vorzubeugen. Zum Aufgabenfeld des Arbeitsmediziners bzw. Betriebsarztes gehört auch die Beratung von Arbeitgebern und Arbeitnehmern in allen Fragen der Arbeitsmedizin.

= Gelenkspiegelung. Mit einem Spiegelgerät, dem Endoskop bzw. Arthroskop, kann der Arzt in das Innere des Gelenks (z.B. Kniegelenk) hineinschauen. Die Arthroskopie wird sowohl diagnostisch als auch therapeutisch eingesetzt: Gelenkschäden, die bei der Arthroskopie festgestellt werden, lassen sich häufig im gleichen Eingriff beheben. Zahlreiche Operationen in der Orthopädie sind inzwischen arthroskopisch möglich.

Basale Stimulation ist ein Konzept zur Förderung individueller Lernprozesse schwerstbeeinträchtigter Menschen. Bei der Basalen Stimulation nimmt der Therapeut oder Pflegende bewusst Kontakt zu dem Betroffenen auf und ermöglicht es ihm, durch besondere Aufmerksamkeit auf seine eigene Art zurück zu kommunizieren. Eine Möglichkeit der Basalen Stimulation in der Pflege ist z.B. eine beruhigende Ganzköperwäsche, die der Betroffene durch eine verminderte Muskelspannung als angenehm beantworten kann.

Die Beatmungsmedizin befasst sich mit Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr oder nicht mehr ausreichend von alleine atmen können. Ursachen sind zum Beispiel verschiedene Lungen-, Nerven- oder Muskelerkrankungen. Hierbei werden Betroffene unter anderem mit Beatmungsgeräten oder Atemmasken unterstützt. Aber auch bei Koma-Patienten oder während einer Narkose kommt die Beatmungsmedizin zum Einsatz.

Der Belegarzt ist ein niedergelassener Arzt, dem ein Krankenhaus auf vertraglicher Basis Krankenhausbetten zur Verfügung stellt, um eigene Patienten stationär zu behandeln. Der Belegarzt bezieht kein Honorar vom Krankenhaus, sondern rechnet direkt mit dem Patienten ab.

Der Begriff benigne kennzeichnet gutartige Geschwülste, die im Gegensatz zu malignen (bösartigen) Tumoren die natürlichen Gewebegrenzen respektieren und nicht in Nachbargewebe eindringen. Benigne Tumoren bilden keine Tochtergeschwulste. Sie können jedoch sehr groß werden und dadurch andere Gewebe verdrängen. Wenn möglich, wird der Tumor in einem solchen Fall operativ entfernt.

Die Biopsie gehört zu den medizinischen Diagnoseverfahren. Bei einer Biopsie entnimmt der Arzt eine kleine Gewebeprobe, um sie anschließend zu untersuchen. Eine Biopsie gibt Aufschluss über krankhafte Gewebsveränderungen wie Entzündungen oder Tumoren. Die Probenentnahme erfolgt in der Regel unter örtlicher Betäubung. Manchmal ist auch eine Vollnarkose nötig.

Botulinustoxin ist ein Nervengift, das von dem Bakterium Clostridium botulinum gebildet wird. Ärzte setzten das Gift z.B. zur Behandlung von Muskelkrämpfen (Spasmen) oder übermäßiger Schweißproduktion ein. Seit einigen Jahrzehnten wird Botulinustoxin auch zur Behandlung von Gesichtsfalten genutzt. Dazu spritzt der Arzt winzig kleine Dosen Botulinustoxin an die gewünschte Stelle. Das Gift lähmt den für die Faltenverantwortlichen Muskel und verhindert so faltenbildende Bewegungen.

= Lungenspiegelung. Mit einem Spiegelgerät, dem Endoskop, kann der Arzt in die Bronchien hineinschauen. Die Bronchoskopie lässt sich sowohl diagnostisch als auch therapeutisch einsetzten. Der Arzt kann z.B.Gewebeproben (Biopsien) entnehmen, mögliche Fremdkörper entfernen oder festsitzenden Schleim aus den Bronchien absaugen. Die Bronchoskopie eignet sich insbesondere zur Diagnose von gut- und bösartigen Tumoren. Die Untersuchung dauert in der Regel etwa 20 Minuten.

Ein Brustzentrum ist auf die Behandlung von Brustkrebs spezialisiert. Damit ein Krankenhaus das Zertifikat Brustzentrum erhält, muss es ausreichend Erfahrung in der Behandlung von Brustkrebs nachweisen. Zu den Bedingungen, die ein Brustzentrum erfüllen muss, zählen unter anderem der Nachweis von mindestens 800 Chemotherapien sowie mindestens 150 Brustkrebs-Operationen pro Jahr. Außerdem müssen alle an der Erkennung und Therapie beteiligten medizinischen Fachrichtungen vertreten sein.

Die Chemoembolisation ist ein Therapieverfahren, das in der Krebsbehandlung zum Einsatz kommt. Ziel der Chemoembolisation ist es, die Blutzufuhr des Tumors zu verringern und das Gewebe so zum Absterben zu bringen. Dazu verschließt der Arzt mithilfe von speziellen Medikamenten ein Blutgefäß.

Die Chemotherapie ist ein Therapieverfahren, das häufig bei Krebserkrankungen Anwendung findet. Die Medikamente, die bei einer Chemotherapie zum Einsatz kommen, nennt man Zytostatika. Sie hemmen das Wachstum von sichteilenden Zellen. Da Krebszellen sich sehr schnell und häufig teilen, reagieren sie besonders empfindlich auf diese Wirkstoffe. Chemotherapeutika lassen sich, je nach Art und Schwere der Krebserkrankung, in Tablettenform oder als Infusion verabreichen.

Die Chirurgie ist ein medizinisches Fachgebiet, bei dem zur Behandlung von Krankheiten und Verletzungen operative Eingriffe vorgenommen werden. Sie umfasst allerdings auch nicht-operative (konservative) Diagnose- und Therapieverfahren, zum Beispiel verordnen Chirurgen auch Medikamente oder Krankengymnastik. Die Chirurgie wird unterteilt in verschiedene Fachdisziplinen, unter anderem in die Thoraxchirurgie (Brustkorb), Viszeralchirurgie (Bauch), Unfallchirurgie und plastische Chirurgie. Der Begriff Chirurgie stammt aus dem Griechischen und bedeutet wörtlich übersetzt Handarbeit.

= Gallensteine. Cholelithiasis ist sehr häufig: Etwa jede fünfte Frau und jeder zehnte Mann über 40 Jahre hat Gallensteine. Die Mehrzahl der Menschen mit Cholelithiasis hat keine Beschwerden. Verschließt ein Stein jedoch einen Teil des Gallengangs-Systems, treten starke Schmerzen auf. Typisch für einen Gallenblasen-Verschluss sind kolikartige Schmerzattacken, die mehrere Stunden anhalten (Gallenkolik).

= operative Entfernung der Gallenblase. Bei einer Gallenblasen-Entzündung ist die Cholezystektomie die Therapie der Wahl. Eine Cholezystektomie lässt sich häufig mittels Schlüsselloch-Chirurgie (minimal invasiv) durchführen, für die nur drei kleine Schnitte notwendig sind. Dadurch ist die Operation weniger belastend und die Mehrzahl der Patienten kann das Krankenhaus schon wenige Tage nach der Operation verlassen.

= dauerhaft. Eine chronische Erkrankung entwickelt sich in der Regel langsam und dauert lange an, oder sie tritt in Schüben immer wieder auf. In der medizinischen Fachsprache steht chronisch im Gegensatz zu akut (plötzlich auftretend, heftig verlaufend).

= den Gesichtsschädel betreffend. Zum Gesichtsschädel gehören z.B. der Unterkiefer und der Oberkiefer, die Jochbeine und das Nasenbein.

Die Computertomographie (CT) ist eine spezielle Röntgen-Untersuchung, mit der sich einzelne Organe sehr gut bildlich darstellen lassen. Vor allem bei der Diagnostik von Tumoren sowie inneren Verletzungen ist die Computertomographie einer einfachen Röntgen-Untersuchung in der Regel überlegen. Die Untersuchung ist schmerzfrei und dauert meist nur wenige Minuten. 

Der Defibrillator ist ein medizinisches Gerät, das bei lebensbedrohenden Herzrhythmusstörungen oder bei einem Herzstillstand eingesetzt wird. Der Defibrillator erzeugt elektrische Impulse und reguliert bzw. aktiviert damit den Herzschlag. Die Defibrillation ist neben der Herz-Lungen-Wiederbelebung die wichtigste Maßnahme gegen den plötzlichen Herztod. Aus diesem Grund gibt es heutzutage in vielen öffentlichen Einrichtungen spezielle Defibrillatoren, die auch von Laien bedient werden können. 

Die medizinische Fachrichtung Diabetologie beschäftigt sich mit der Entstehung und Behandlung von Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit). Dabei wird zwischen den beiden Hauptformen Diabetes mellitus Typ1 (Typ-1-Diabetes) und Diabetes mellitus Typ 2 (Typ-2-Diabetes) unterschieden. In der Schwangerschaft kann es zum sogenannten Gestationsdiabetes kommen.    

= Blutwäsche. Bei der Dialyse wird das Blut künstlich von schädlichen Stoffwechselprodukten und überflüssigem Wasser gereinigt. Eine Dialyse ist für Menschen mit stark eingeschränkter oder ausgefallener Nierenfunktion überlebenswichtig. Die häufigste Dialyse-Methode ist die Hämodialyse. Sie wird in der Regel in Kliniken oder speziellen Dialyse-Zentren durchgeführt. Unter bestimmten Voraussetzungen ist es aber auch möglich, eine Dialyse-Station zu Hause aufzubauen.

Eine Drainage dient dazu, überschüssige Flüssigkeit (z.B. Wundsekret, Blut oder Eiter) aus dem Gewebe oder Körperhöhlen abzuleiten. Bei kleinern Verletzungen werden beispielsweise Mullstreifen in die Wunde gelegt, um Wundsekret bzw. Blut aufzufangen und ein starkes Nachbluten sowie eine Wundinfektion zu verhindern. Bei großen Operationen, z.B. im Bauchraum, legt der Chirurg Kunststoffschläuche in die Bauchhöhle, durch die das Wundsekret nach außen ablaufen kann.

= Ultraschall-Untersuchung, bei der die Strömungsgeschwindigkeit des Blutes gemessen wird. Eine Duplexsonografie eignet sich insbesondere zur Feststellung von Gefäßverengungen (Stenosen) oder Veränderungender Gefäßwände (Arteriosklerose).

= Ultraschall-Untersuchung des Herzens. Die Echokardiografie gehört zu den wichtigsten Untersuchungen in der Kardiologie (Lehre von den Herzerkrankungen). Ärzte wenden die Echokardiografie in erster Linie dazu an, um Größe und Funktion des Herzens zu überprüfen. Mit bestimmten Techniken ("Farb-Doppler") ist es zudem möglich, den Blutfluss im Inneren des Herzens darzustellen. Dadurch lassen sich Herzfehler feststellen sowie die Blutfluss- und Druckverhältnisse im Herzen beurteilen.

Die Elektroenzephalografie (EEG) ist ein Diagnoseverfahren, das die Hirnströme misst. Dazu werden außen auf dem Kopf des Untersuchten mehrere Elektroden aufgeklebt, die seine Hirnströme messen (ableiten) und auf einen Computer übertragen. Die Untersuchung ist schmerzlos und birgt keine Risiken. Ein EEG eignet sich insbesondere zur Diagnose von Epilepsien (Krampfanfällen) und Schlafstörungen. Es liefert aber auch bei anderen Erkrankungenwie Gehirntumoren oder Hirnentzündungen Hinweise.

Bei der Elektrokardiografie (EKG) werden die elektrischen Herzströme abgeleitet und in Form von Kurven aufgezeichnet (Elektrokardiogramm). Um die elektrischen Impulse des Herzens abzuleiten, werden dem Untersuchten kleine Metallplättchen (Elektroden) auf Arme, Beine und Brust geklebt. Die Untersuchung ist schmerzfrei und dauert meist nur ein paar Minuten. Ein EKG ist vor allem beim Verdacht auf eine Herzerkrankung sinnvoll, z.B. zeigen die Angina Pectoris ("Herzenge"), ein Herzinfarkt oder Herzentzündungen typische Veränderungen im EKG.

Der Begriff Embolie bezeichnet den plötzlichen Verschluss eines Blutgefäßes durch Blutgerinnsel, die mit demBlut weiter getragen wurden. Durch den Verschluss wird das nachfolgende Gewebe nicht mehr ausreichend mitSauerstoff versorgt. Schmerzen, Taubheit oder Lähmungserscheinungen in der betroffenen Körperregion können dieFolge sein. Die Embolie eines zuführenden Herz- oder Hirngefäßes kann im Extremfall einen Herzinfarkt bzw.Schlaganfall verursachen.

Der Begriff Endokrinologie kennzeichnet die Lehre von dem Aufbau und der Funktion hormonbildender Drüsen sowiedas Wissen um die Wirkung und Regulation der Hormone. Die Endokrinologie befasst sich u.a. mitErkrankungen der Schilddrüse, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) oder Störungen der Sexualhormone. DieEndokrinologie ist der Inneren Medizin zugeordnet.

= künstlicher Ersatz von Körperteilen innerhalb des Organismus, der dauerhaft im Körper verbleibt. Eine typischeEndoprothese ist das künstliche Hüft- oder Kniegelenk. Aber auch kleine Kunststoffröhrchen (Tubus oder Stent),die dazu dienen, in einem Gefäß oder Ausführgang eine Engstelle oder Undichtigkeit zu überbrücken, nennt manEndoprothese.

Bei einer Endoskopie kann ein Arzt mithilfe eines kleinen Spiegelgeräts in Körperhöhlen wie Magen, Darm, Blase oder Lunge hineinsehen. Die Endoskopie wird sowohl diagnostisch als auch therapeutisch eingesetzt: Gewebsveränderungen, die der Mediziner bei der Endoskopie feststellt, lassen sich häufig im gleichen Eingriff behandeln.

= Ultraschall-Untersuchung innerhalb des Körpers. Eine Endosonografie verläuft ähnlich wie eine Spiegelung (Endoskopie). Der Arzt führt dazu einen dünnen Schlauch in das zu untersuchende Organ ein (z.B. Magen). An der Spitze des Schlauchs befindet sich die Ultraschallsonde. Durch den direkten Kontakt mit dem zu untersuchenden Organ ist die Endosonografie sehr genau. Sie eignet sich z.B. zur Beurteilung von Tumoren im Magen-Darm-Trakt.

Die Ergotherapie ist ein Behandlungsverfahren, das darauf abzielt Menschen, die in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt sind, zur Selbstständigkeit zu verhelfen. Eine Ergotherapie eignet sich z.B. für Kinder mit Entwicklungsverzögerungen, Menschen mit Behinderungen sowie nach einem Unfall oder Schlaganfall. Zur Ergotherapie gehört neben dem Training von alltäglichen Fertigkeiten auch die individuell Beratung des Patienten zu Möglichkeiten der häuslichen Versorgung oder der behindertengerechten Anpassung des Wohnraums.

Der Begriff Exposition entspringt dem lateinischen Wort "expositio" und bedeutet "Aussetzung" oder "Darstellung". In der medizinischen Fachsprache kennzeichnet eine Exposition das Ausgesetztsein gegenüber Umwelteinflüssen wie Schadstoffen, Strahlen, Staub oder Lärm sowie Krankheitserregern. Das Wissen um die mögliche Exposition eines Patienten gegenüber schädlichen Stoffen oder Erregern kann dabei helfen, die Ursache einer Krankheit zu ermitteln.

Der Begriff extrapulmonal beschreibt die Lage eines Befunds (z.B. einer Entzündung) innerhalb des Brustkorbs und bedeutet "außerhalb der Lunge gelegen".

= Gliedmaßen. In der medizinischen Fachsprache werden die Arme als obere Extremitäten und die Beine als untere Extremitäten bezeichnet.

Unter Exzision versteht man das Herausschneiden von Gewebe ohne Rücksicht auf Organgrenzen. Ärzte nutzen eine Exzision beispielsweise, um Tumoren oder Geschwüre zu entfernen. Eine spezielle Form der Exzisionist die sog. Wundexzision. Sie dient dazu, abgestorbenes Gewebe zu entfernen. Diese chirurgische Wundauffrischung beugt der Gefahr einer Wundinfektion vor und erleichtert die Wundheilung.

Der Begriff Fallzahl bezeichnet die Anzahl der in einem Krankenhaus behandelten Patienten (Fälle) innerhalb eines Berichtsjahrs. In die Berechnung fließen nur Patienten ein, die über Nacht im Krankenhaus geblieben sind. Patienten, die noch am gleichen Tag wieder entlassen oder in eine andere Klinik verlegt wurden, sowie Patienten, die am Aufnahmetag verstorben sind, bleiben bei der Berechnung der Fallzahl unberücksichtigt.

= Knochenbruch. Eine Fraktur entsteht in der Regel durch Gewalteinwirkung, z.B. einen Stoß oder Schlag auf den Knochen. Ist der Knochen durch eine Krankheit (z.B. Osteoporose) oder vorhergehende Verletzungen vorgeschädigt, kann er auch spontan brechen. Bei Verdacht auf eine Fraktur wird der Knochen geröntgt. Anschließend bringt der Arzt die Knochenteile wieder in die richtige Stellung zueinander (ggf. durch eine Operation) und stellt den Knochen ruhig, z.B. durch einen Gipsverband.

Die Gastroenterologie ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin, das sich mit den Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts und den angrenzenden Organen (Leber, Galle, Bauchspeicheldrüse) befasst. Ein typisches diagnostisches Verfahren in einer gastroenterologischen Abteilung ist die Endoskopie, bei welcher der Arzt miteinem kleinen Spiegelgerät in Magen oder Darm hineinschaut.

= Magenspiegelung. Bei einer Gastroskopie schaut der Arzt mit einem speziellen flexiblen Endoskop (Gastroskop) in den Magen hinein. Der Arzt kann mit dem Endoskop eine Gewebeprobe entnehmen oder während der Gastroskopie kleinere Operationen durchführen. Die Gastroskopie kommt z.B. bei sich wiederholenden Oberbauchbeschwerden, bei Verdacht auf eine Magenschleimhaut-Entzündung oder bei Verdacht auf ein Magengeschwür zum Einsatz.

= Entstehung, Herkunft. Eine Krankheit unklarer Genese bedeutet demnach, dass die Ursache der Erkrankung nicht sicher nachweisbar ist. Genese als Wortteil (-genese) ist in der medizinischen Fachsprache weit verbreitet undbezeichnet sowohl die Entwicklung von Krankheiten (Pathogenese) als auch die Entstehung eines Lebewesen (Ontogenese) sowie verschiedene Entwicklungsstadien (z.B. Embryogenese).

= Lehre von der Beschaffenheit und den krankhaften Veränderungen des Blutes, der Blutzellen und der Blutbildung. In dieses Teilgebiet der Inneren Medizin fallen Erkrankungen wie Blutarmut (Anämie), Blutgerinnungsstörungen und Blutkrebs (Leukämie). Der Hämatologe untersucht vor allem Blutproben. In speziellen Fällen ist auch eine Beurteilung des Knochenmarks notwendig, denn dort reifen Blutzellen heran. Störungen der Blutbildung lassen sichdaher mithilfe einer Knochenmark-Punktion feststellen.

= Bluterguss. Ein Hämatom entsteht, wenn Blut aus einem Blutgefäß austritt. Dazu kann es z.B. nach einem Stoß, Schlag, Sturz oder nach einer Operation kommen. Kleine Blutergüsse können zwar, je nach Lokalisation, etwas schmerzhaft sein, sie sind aber harmlos und heilen meist von selbst innerhalb einiger Tage ab. Im Laufe der Heilung zeigen Hämatome verschiedene Farben, die durch den Abbau der Blutbestandteile zustande kommen - der "blaue Fleck" wird allmählich gelb-braun und verblasst schließlich.

Die Hämofiltration ist, ähnlich der Dialyse, ein maschinelles Verfahren zur Blutreinigung. Sie kann die Funktion der Niere, z.B. bei Nierenversagen, übernehmen. Auch Vergiftungen können mit diesem Verfahren behandelt werden. Ein Schlauchsystem leitet das Blut des Patienten in das Hämofiltrations-Gerät. Hier presst ein Druckgefälle Flüssigkeit aus dem Blut ab. Dabei verlassen auch Giftstoffe und Substanzen das Blut, die normalerweise die Niere aus dem Blut filtriert und mit dem Harn ausscheidet.

Die Hepatologie ist ein Teilgebiet der Gastroenterologie (Lehre des Magen-Darm-Trakts), das sich mit der Funktion, der Diagnose und der Behandlung von Erkrankungen der Leber (Hepar) und der Gallenwege befasst. Hierzu zählen zum Beispiel die Leberentzündung (Hepatitis), die Leberzirrhose sowie Gallensteine und Gallenblasen-Entzündungen.    

Eine Herzkatheter-Untersuchung dient der Diagnose von Erkrankungen des Herzens und der Herzkranzgefäße. Der Herzkatheter ist ein dünner Schlauch, der in eine Arterie oder Vene in der Leiste des Patienten eingeführt wird. Darüber lassen sich feine Instrumente bis zum Herzen vorschieben. Wird die rechte Herzkammer untersucht, spricht man von einem Rechtsherzkatheter; die Untersuchung der linken Herzkammer nennt man Linksherzkatheter. Über den Herzkatheter kann der Arzt ein Kontrastmittel einspritzen und so unter Röntgen-Durchleuchtung Gefäßverengungen sichtbar machen und ggf. sofort behandeln.

Ein Herzschrittmacher ist ein medizinisches Gerät, das den Herzmuskel mit regelmäßigen elektrischen Impulsen stimuliert. Jeder Impuls sorgt dafür, dass der Herzmuskel sich zusammenzieht. Das Herz schlägt somit in einem gleichmäßigen Rhythmus. Besonders Herzrhythmusstörungen, bei denen das Herz zu langsam schlägt (Bradykardie), machen den Einsatz eines Herzschrittmachers erforderlich. Ein Herzschrittmacher kann dauerhaft im Brustkorbeingepflanzt oder übergangsweise von außen angelegt werden. 

Als histologische Untersuchung bezeichnet man die Beurteilung von Zellen oder Gewebeproben unter dem Mikroskop. Häufig wird dazu das Probenmaterial speziell angefärbt, um einzelne Strukturen (z.B. der Zellkern oder bestimmte Eiweiße) besser darzustellen. Bei Krebserkrankungen ist die histologische Untersuchung notwendig, um die Diagnose zu sichern und die Bösartigkeit des Tumors einzustufen (sog. Grading). Auch zeigt die histologische Untersuchung, ob ein Tumor vollständig entfernt wurde.

Die Hyposensibilisierung ist ein Verfahren zur Behandlung von Allergien. Das Immunsystem von Allergikern zeigt nach dem Kontakt mit bestimmten Stoffen, den sog. Allergenen (z.B. Pollen), eine unangemessen heftige Reaktion. Die Hyposensibilisierung mindert diese Überempfindlichkeit, indem der Patient das Allergen z.B. als Injektion oder als Tablette erhält. Die Behandlung erstreckt sich meist über einen längeren Zeitraum und beginnt mitgeringer Dosierung, die der Arzt allmählich steigert. 

= Individuelle Gesundheitsleistungen. Zu den Individuellen Gesundheitsleistungen gehören medizinische Untersuchungen oder Behandlungen, die nicht Regelleistungen der gesetzlichen Krankenkassen sind. Nimmt ein Patient IGeL in Anspruch, so trägt er die Kosten für die entsprechende medizinische Leistung selbst. Typische IGeL sind reisemedizinische Beratungen und Impfungen, ästhetische Operationen wie die Fettabsaugung sowie einige alternative Heilverfahren.

= Spiegelung des gesamten Dickdarms (Kolon) und des letzten Abschnitts des Dünndarms (Ileum). Der untersuchende Arzt führt in den After des Patienten einen Schlauch (Endoskop) ein und schiebt ihn langsam weiter vor. An der Schlauchspitze befindet sich eine Kamera, sodass der Arzt auf einem Bildschirm die Darmschleimhaut beurteilen kann. Mittels Ileokoloskopie lassen sich Blutungen, Entzündungen und Tumoren erkennen. Außerdem kann der Arzt Proben entnehmen und ggf. kleinere Eingriffe vornehmen. 

Die Implantologie umfasst medizinische Eingriffe, bei denen nicht lebendes Material (z.B. Metall oder Kunststoff) in den menschlichen Körper "eingepflanzt" (= implantiert) wird. Die Implantate ersetzen z.B. geschädigte Gelenke und stellen so eine schmerzfreie Beweglichkeit wieder her. Auch der Ersatz einer getrübten Augenlinse (Grauer Star) durch eine Kunststofflinse fällt in den Bereich der Implantologie.

Die Innere Medizin umfasst die Vorbeugung, Erkennung, Behandlung und Nachsorge von Krankheiten der inneren Organe, z.B. Lungen, Magen und Darm, Herzen, Nieren, Blut und Blutgefäßen. Auch Stoffwechsel- und Infektionskrankheiten fallen in dieses Gebiet. Der Facharzt-Titel für Innere Medizin lautet Internist. Die Innere Medizin lässt sich in verschiedene Spezialgebiete einteilen: Erkrankungen des Herzens fallen z.B. in den Bereich der Kardiologie.

= Schlaflosigkeit. Von Insomnie betroffene Patienten leiden über längere Zeit an Schlafstörungen wie Einschlaf- oder Durchschlafstörungen oder finden nicht genug Schlaf, weil sie morgens zu früh erwachen. Der daraus folgende Schlafmangel beeinträchtigt das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit. Seelische Belastungen und unterschiedliche Erkrankungen können eine Insomnie hervorrufen.

Die Intensivmedizin widmet sich der Diagnostik und Therapie von lebensbedrohlichen Situationen und Erkrankungen. In einem Krankenhaus erfolgt dies auf der Intensivstation (ITS), die über aufwändige technische Geräte sowie speziell ausgebildete Fachärzte und Pflegekräfte verfügt. Neben Patienten mit schweren Krankheiten, zum Beispiel einem Herzinfarkt, ist eine intensivmedizinische Überwachung auch nach größeren Operationen sinnvoll. Hier werden die Vitalfunktionen des Patienten, also die lebenswichtigen Körperfunktionen Bewusstsein, Atmung und Kreislauf, engmaschig kontrolliert.

Ein Internist ist ein Facharzt für Innere Medizin. Um diesen Titel tragen zu dürfen, muss er nach erfolgreicher Beendigung seines Medizinstudiums eine mehrjährige Facharztausbildung absolvieren. Der Internist befasst sich in der Klinik und Praxis mit der Vorbeugung, Erkennung, Behandlung und Nachsorge von Erkrankungen der inneren Organe, z.B. Lungen, Magen und Darm, Herzen, Nieren, Blut und Blutgefäßen.

Die intraarterielle Radiotherapie wird auch als Selektive Interne Radio-Therapie (SIRT) bezeichnet. Diese Methode bietet eine Möglichkeit, Leberkrebs-Tumoren zu behandeln, die sich nicht operativ entfernen lassen. Dabei spritzt der Arzt radioaktive Partikel in die Lebergefäße, die den Krebstumor versorgen. Die Partikel setzen sich hier fest und geben ihre Strahlung direkt am Tumor ab. Das Krebsgewebe geht daran zugrunde. Gesundes Gewebe wird aber geschont, da die Strahlen nicht weit vordringen.

= innerhalb des Rücken- oder Knochenmarks; Medulla ist das lateinische Wort für Mark. Zwei unterschiedliche Gewebe im menschlichen Körper bezeichnen Mediziner mit diesem Ausdruck: das Rückenmark und das Knochenmark. Sind z.B. Verletzungen oder Tumoren direkt innerhalb des Rücken- oder Knochenmarks gelegen, spricht man in beiden Fällen von intramedullären Tumoren oder Verletzungen.

= innerhalb des Muskels; in einen Muskel hinein. Bei einer intramuskulären Injektion (Abk. i.m.) spritzt der Arzt einen Wirkstoff (z.B. Impfserum) nicht in die Vene (intravenös, i.v.) oder in das Fettgewebe unter der Haut (subkutan, s.c.), sondern direkt in einen Muskel. Von dort aus verteilt sich der Wirkstoff dann nach und nach im Körper. Geeignete Körperstellen für intramuskuläre Injektionen sind z.B. der große Gesäßmuskel oder die Oberarm-Muskulatur.

= innerhalb der Vene; in eine Vene hinein. Bei einer intravenösen Injektion (Abk. i.v.) spritzt der Arzt einen Wirkstoff direkt in eine Vene. Der Wirkstoff verteilt sich dann über den Blutkreislauf sehr schnell im Körper. Benötigt ein Patient dauerhaft Flüssigkeit oder bestimmte Medikamente über die Vene (z.B. Antibiotika), legt der Arzt einen feinen Schlauch in eine Vene ein. Über diesen Zugang erhält der Patient dann die benötigten Wirkstoffe als sog. Infusion ("der Patient hängt am Tropf").

Invasive Methoden bezeichnen Vorgehensweisen, bei denen der Arzt mit medizinischen Instrumenten in den Körper des Patienten eindringt, um die Diagnose und Behandlung unterschiedlicher Erkrankungen zu ermöglichen. Dabei nimmt z.B. bei Operationen durch den Hautschnitt auch gesundes Gewebe Schaden.

Ein Kardiologe ist ein Spezialist auf einem Teilgebiet der Inneren Medizin, der Kardiologie. Die Kardiologie umfasst die Vorbeugung, Erkennung, Behandlung und Nachsorge von Erkrankungen des Herzens (griech. cardia). Kardiologen sind sowohl als Klinikärzte als auch als niedergelassene Praxisärzte tätig.

= bösartiger Tumor, der aus entarteten Zellen des sog. Epithelgewebes entsteht. Zu den Epithelgeweben gehören z.B. die Haut und die Schleimhäute des Magen-Darm-Trakts. Darüber hinaus enthalten auch andere innere Organe wie Lunge, Leber, Brustdrüse oder Hoden Epithelschichten. Entsprechend handelt es sich bei bösartigen Tumoren dieser Organe oft um Karzinome (z.B. Lungenkarzinom). Bösartige Tumoren, die aus Zellen des Bindegewebes (z.B. Knorpeloder Knochen) entstehen, heißen dagegen Sarkome.

Der Begriff Kinästhetik leitet sich vom Fachbegriff für den Bewegungssinn (Kinästhesie) ab. Der Bewegungssinn ermöglicht, dass der Mensch die Bewegung seiner Gliedmaßen bzw. seines gesamten Körpers als solche auch wahrnehmen kann. Unter Kinästhetik versteht man im Speziellen ein Konzept, das menschliche Bewegung z.B. mit Kommunikations- oder Lernmechanismen in Beziehung setzt.

Klinische Studien folgen einem festgelegten Schema und dienen der Bewertung von Arzneimitteln oder speziellen Therapieverfahren (z.B. Operationstechniken). Hat sich z.B. ein neu entwickeltes Medikament in Vor-Tests als wirksam und gut verträglich erwiesen, prüft man in klinischen Studien die Substanz auch an einer größeren Gruppe erkrankter Personen. Um das Medikament gut beurteilen zu können, erhält oft ein Teil der Studienteilnehmer (Kontrollgruppe) nicht den Wirkstoff, sondern z.B. Placebo.

Die Koloproktologie beschäftigt sich mit der Vorbeugung, Erkennung, Behandlung und Nachsorge von Krankheiten des gesamten Dickdarms (griech. Kolon) einschließlich des Mastdarms und des Afters (griech. Proktos). Typische Erkrankungen, die in das Gebiet der Koloproktologie fallen, sind daher z.B. Dickdarm-Tumoren, Hämorrhoiden oder Entzündungen im Analbereich.

= Spiegelung des gesamten Dickdarms (Kolon). Der untersuchende Arzt führt in den After des Patienten einen Schlauch (Endoskop) ein und schiebt ihn langsam weiter vor. Erreicht das Endoskop dabei den letzten Abschnittdes Dünndarms (Ileum), wird die Untersuchung Ileokoloskopie genannt. An der Schlauchspitze befindet sich eine Kamera, sodass der Arzt auf einem Bildschirm die Darmschleimhaut sehen und Blutungen, Entzündungen und Tumoren erkennen kann. Außerdem können im Rahmen der Koloskopie Proben entnommen und ggf. kleinere Eingriffe vorgenommen werden.

Der Begriff "konservative Behandlung" bezeichnet im medizinischen Sprachgebrauch die Therapie einer Erkrankung ohne einen chirurgischen Eingriff. Ein typisches Beispiel ist der Bruch des Schlüsselbeins, der häufig ausheilt, ohne dass eine Operation notwendig ist. Der Patient erhält dann z.B. Schmerzmittel und einen speziellen Verband (sog. Rucksack-Verband), der dafür sorgt, dass die Knochenenden wieder zusammenwachsen.

Unter Konsiliartätigkeit versteht man eine beratende (lat. consiliarius = Ratgeber) Unterstützung von Ärzten untereinander: In manchen Fällen ist es sinnvoll, dass ein Arzt einen Spezialisten zu Rate zieht, damit dieser ihn unterstützt, die richtige Diagnose zu stellen und die geeignete Therapie einzuleiten. Der Arzt bittet dann einen entsprechend geeigneten Facharzt um ein sog. "Konsil" - z.B. ein internistisches Konsil durch einen Facharzt für Innere Medizin bei einem Patienten auf der chirurgischen Abteilung des Krankenhauses. Der Spezialist untersucht den Patienten und fasst den Befund und seine Empfehlung in einem Bericht zusammen. 

Kontrastmittel sind ein wichtiger Bestandteil der sog. bildgebenden Verfahren wie der Röntgen-Untersuchung oder der Computertomografie. Verabreicht der Arzt vor diesen Untersuchungen Kontrastmittel, kann er bestimmte Strukturen wie den Magen-Darm-Trakt oder Blutgefäße im Körper des untersuchten Patienten besser beurteilen: Befindet sich während einer Röntgen-Aufnahme z.B. Kontrastmittel in einem Blutgefäß, so zeichnet sich das Gefäß auf dem Röntgenbild sehr gut erkennbar ab.

Bei der Koronarangiografie untersucht der Arzt die Herzkranzgefäße (Koronararterien), die den Herzmuskel mit Blut und somit auch mit Sauerstoff versorgen. Bei der Untersuchung nutzt der Arzt einen sog. Herzkatheter, der es ihm ermöglicht, direkt am Herzen Kontrastmittel in die Herzkranzgefäße einzuspritzen. Im gleichzeitig aufgenommenen Röntgenbild sind die Herzkranzgefäße dann deutlich sichtbar und der Arzt erkennt z.B. Verengungen oder komplette Verschlüsse dieser Gefäße.

Die Kyphoplastie ist ein Behandlungsverfahren bei Wirbelbrüchen. Gebrochene Wirbel sind häufig in sich zusammen gestaucht. Bei der Kyphoplastie richtet der Arzt den Wirbel wieder auf, indem er über eine Kanüle einen Ballon direkt ins Wirbelinnere einbringt und dann mit Zement befüllt. Der Zement härtet aus und stabilisiert den Wirbel. Da für die Kyphoplastie keine große Operation nötig ist, zählt sie zu den sog. minimal-invasiven Verfahren.

Unter der Labormedizin versteht man ein Teilgebiet der Medizin, welches unter anderem dafür zuständig ist, Laborbefunde und Verlaufskontrollen zu erstellen. Dafür werden zum Beispiel Blut-, Urin-, Gewebe- oder Stuhlproben untersucht und ausgewertet. Labormediziner arbeiten demnach anderen Abteilungen zu. Unter dem Personal der Labormedizin finden sich neben Humanmedizinern oft auch Mitarbeiter aus anderen naturwissenschaftlichen Bereichen wie der Molekularbiologie, Humangenetik oder klinischen Chemie.

= Bauchspiegelung. Die Laparoskopie ermöglicht dem Arzt, sich die Bauchhöhle des Patienten genau anzuschauen und ggf. Erkrankungen sofort zu behandeln. Ein typischer laparoskopischer Eingriff ist z.B. die Entfernung der Gallenblase. Für eine Laparoskopie sind nur kleine Schnitte notwendig, über die der Chirurg eine Kamera (Endoskop) und Operationsinstrumente in die Bauchhöhle einführt. Da ein großer Bauchschnitt vermieden wird, bezeichnet man solche Eingriffe auch als "minimal-invasiv".

Die Lappenplastik ist ein Verfahren aus der plastischen Chirurgie, bei dem der Operateur z.B. eine größere Wunde abdeckt oder abgestorbenes bzw. entferntes Muskelgewebe ersetzt. Dafür löst er an einer gesunden, oft benachbarten, Körperstelle des Patienten einen Haut- und Gewebelappen ab und verschiebt ihn in den geschädigten Bereich.

= Hirnwasser-Untersuchung. Bei der Liquorpunktion entnimmt der Arzt Nervenwasser (lat. Liquor cerebrospinalis; auch Hirnwasser, Hirnflüssigkeit), um Erkrankungen des Zentralen Nervensystems (ZNS, = Gehirn und Rückenmark) festzustellen. In der Regel sticht der Untersucher dazu mit einer Nadel zwischen zwei Lendenwirbeln in den Wirbelkanal des Patienten (Lumbalpunktion). Die Labor-Untersuchung des Nervenwassers kann z.B. Blutungen, Entzündungen durch Viren oder Bakterien oder chronische neurologische Erkrankungen wie Multiple Sklerose nachweisen.

= Stimmheilkunde. Viele unterschiedliche Erkrankungen können das Sprachvermögen, die Sprechmuskulatur und die Stimmbildung beeinträchtigen: Angeborene Fehlbildungen im Mund- oder Nasen-Rachen-Raum, Verletzungen oder Tumoren im Kehlkopfbereich sowie neurologische Erkrankungen können Sprachstörungen zur Folge haben. Ein Logopäde kann diese Störungen genau feststellen und durch gezieltes Training mit dem Betroffenen behandeln. Auch Hör-oder Schluckstörungen fallen z.T. in den Bereich der Logopädie.

= bösartig. Der Begriff kennzeichnet in erster Linie Krebserkrankungen, mitunter werden aber auch andere Krankheiten mit sehr schwerem und bedrohlichem Verlauf als maligne bezeichnet. Im Gegensatz zu benignen (gutartigen) Geschwulsten wachsen maligne Tumoren oft sehr schnell. Der Krebs "frisst" sich dabei in benachbartes gesundes Gewebe und Organe hinein (sog. infiltratives Wachstum). Ein typisches Zeichen für Malignität (Bösartigkeit) ist auch die Bildung von Tochtergeschwulsten (Metastasen).

Die Mediastinoskopie ist ein Untersuchungsverfahren in Vollnarkose, bei dem der Arzt den oberen Anteil des Mediastinums einsehen kann. Das Mediastinum ist der Bereich des Brustkorbs, der zwischen den beiden Lungenflügeln liegt und das Herz, die großen Blutgefäße, Lymphknoten und Nerven enthält. Außerdem verlaufen hier die Luft- und Speiseröhre. Über einen Hautschnitt am Hals führt der Untersucher ein starres Sichtrohr (Mediastinoskop) ein. Er kann darüber z.B. Tumoren erkennen und direkt Gewebeproben entnehmen.

= Tochtergeschwulst eines bösartigen Tumors. Krebszellen können typischerweise in andere Organe streuen. Eine solche Absiedelung ist z.B. eine Lebermetastase bei Darmkrebs. Liegt eine massive Metastasierung vor, spricht man im Volksmund auch von "Streukrebs". Metastasen können in der Onkologie (Krebsheilkunde) u.a. mittels Chemotherapie, Strahlentherapie oder Operation behandelt werden.

= Verschluss kleinster Blutgefäße durch Partikel, die mit dem Blutstrom in die Gefäße geschwemmt werden und diese dann verstopfen. Die Partikel können z.B. Teile eines Blutgerinnsels (Thrombus) sein oder bei einer Blutvergiftung (Sepsis) aus verklumpten Bakterien bestehen. Gewebe, das durch Mikroembolisationen von der Blut-und damit Sauerstoffversorgung abgeschnitten ist, geht zugrunde. Gezielt herbeigeführte Mikroembolisationen können auch Tumoren zerstören (Transarterielle Chemoembolisation).

Invasive Methoden bezeichnen Vorgehensweisen, bei denen der Arzt mit medizinischen Instrumenten in den Körper des Patienten eindringt, um die Diagnose und Behandlung unterschiedlicher Erkrankungen zu ermöglichen. Dabei nimmt z.B. bei Operationen durch den Hautschnitt auch gesundes Gewebe Schaden. Unter minimal-invasiv versteht man Methoden, die diesen Schaden und damit die Belastung für den Patienten so gering wie möglich halten (z.B. die laparoskopische oder "Schlüsselloch"-Chirurgie). 

MRT ist die Abkürzung für die Magnet-Resonanz-Tomografie, auch Kernspintomografie genannt. Die MRT gehört zu den bildgebenden Verfahren in der Medizin und kann innere Gewebe und Strukturen sichtbar machen. Insbesondere weiche Gewebe, die fett- oder wasserhaltig sind, lassen sich auf MRT-Aufnahmen gut darstellen. Die untersuchten Personen sind dabei keiner Strahlenbelastung ausgesetzt. Bei manchen MRT-Untersuchungen ist eine Gabe von Kontrastmittel erforderlich, um das Gewebe noch besser sichtbar zu machen.

= mehrfach unempfindlich. Krankheitserreger wie Bakterien lassen sich in der Regel durch geeignete Medikamente wie Antibiotika abtöten. Ist ein Bakterium gegen ein bestimmtes Antibiotikum allerdings unempfindlich, so ist es gegen diesen Wirkstoff resistent. Sind gleich mehrere unterschiedliche Wirkstoffe resistent, spricht man von einem multiresistenten Keim. Auch Viren können gegen entsprechende Medikamente (sog. Virustatika) resistent sein.

Eine Narkose ist ein medizinisch herbeigeführter Zustand, in welchem keine Schmerzen empfunden werden. Während einer Vollnarkose ist der Betroffene bewusstlos und wird beatmet. Bei Teilnarkosen sind dagegen nur bestimmte Körperbereiche vorübergehend empfindungslos. Vor einer Operation verabreicht ein Narkosearzt (Anästhesist) Narkosemittel (Narkotika), z.B. Narkosegas oder Wirkstoffe, welche er in die Vene spritzt. Nach einer Narkose erfolgt das "Aufwachen" in einem Aufwachraum oder auf der Station.

Die Neurochirurgie ist ein Teilgebiet der Medizin. Neurochirurgen operieren am Gehirn oder am Rückenmark, um z.B. Bandscheibenvorfälle, Gehirnverletzungen, Hirnblutungen (Schlaganfall) oder Hirntumoren zu behandeln. Durch computergesteuerte Technik ist es Neurochirurgen möglich, auch in schwer zugänglichen Bereichen des Schädelspräzise zu operieren.

Die Neurologie ist ein Teilgebiet der Medizin, das sich mit den Erkrankungen des Nervensystems und der Muskulatur beschäftigt. Die Diagnose von neurologischen Erkrankungen reicht von der klinischen Untersuchung des Patienten (z.B. Prüfung von Reflexen) bis hin zu bildgebenden Verfahren wie Computertomografie oder Kernspintomografie. Zu den Krankheiten des Nervensystems zählen unter anderem Schlaganfall, Multiple Sklerose, Epilepsie, Parkinson und Demenz.

Die Neurotraumatologie ist die Lehre von der Entstehung und Behandlung von akuten Verletzungen des Gehirns und deren Auswirkungen. Ein klassisches Beispiel für eine solche Verletzung ist das Schädel-Hirn-Trauma, bei dem unter anderem der knöcherne Schädel und das Gehirn verletzt sind.    

= im Krankenhaus erworben. Eine nosokomiale Infektion ist eine Ansteckung mit Krankheitserregern (sog. Krankenhaus-Keime) während eines Krankenhaus-Aufenthalts. Solche Krankenhaus-Keime können resistent gegen Antibiotika und daher schwer zu bekämpfen sein. Der Begriff "nosokomial" leitet sich vom griech. Wort "Nosokomeion" (= Krankenhaus) ab.

= Strahlenmedizin, Teilgebiet der Medizin. In der Nuklearmedizin werden schwach radioaktive Substanzen zur Diagnose und Therapie von Krankheiten eingesetzt. Diese werden entweder als Medikament verabreicht oder es wird Röntgen-Strahlung eingesetzt. Die Strahlendosis ist jeweils möglichst gering, um den Patienten nicht unnötig zubelasten. Die Nuklearmedizin hilft z.B. Tumoren zu bekämpfen (Strahlentherapie) oder Schilddrüsen-Erkrankungenzu behandeln. Diagnostisch lassen sich mit der Nuklearmedizin z.B. Stoffwechselfunktionen überprüfen.

= Verstopfung. Der Stuhlgang ist selten und der Stuhl teilweise von so harter Konsistenz, dass Schmerzen beim Entleeren des Darms auftreten. Ursache einer Obstipation kann unter anderem eine ballaststoffarme Ernährung, Bewegungsmangel oder Erkrankungen (z.B. Darm- und Nervenerkrankungen, Diabetes mellitus, Hormonstörungen) sein. Die Behandlung der Verstopfung richtet sich nach ihrer Ursache. Allgemein hilft Bewegung, eineballaststoffreiche Kost sowie Quellmittel (z.B. Flohsamen). Es ist sehr wichtig, ausreichend zu trinken, um einer Verstopfung vorzubeugen.

= Teilgebiet der Inneren Medizin, das die Behandlung von Krebserkrankungen umfasst. Zur Onkologie zählt die Krebsvorsorge, Diagnose von Tumoren (u.a. mittels bildgebender Verfahren), Therapie (u.a. Chemo- und Strahlentherapie) und die Nachsorge. Psychotherapeutische Unterstützung bietet die Psychoonkologie.

Opioide sind Substanzen, die in ihrer Wirkung dem Opium ähneln. Opioide wirken schmerzlindernd und beruhigend, beeinflussen Atmung und Verdauung. Da sie abhängig machen, sind sie laut Betäubungsmittelgesetz verschreibungspflichtig. Opioide gehören zu den stärksten bekannten Schmerzmitteln. Daher werden sie sowohl bei heftigen, akuten als auch bei starken, dauerhaften (chronischen) Schmerzen gegeben. Weiterhin sind Opioide gegen Durchfall wirksam.

Opportunistische Keime sind Mikroorganismen, die gewöhnlich nicht schädlich für den Körper sind. Sie siedeln als mehr oder weniger harmlose Keime auf Haut und Schleimhäuten des Menschen (Normalflora). Dort ist ihr Wachstum begrenzt. Erst bei einer Abwehrschwäche oder einem "Standortwechsel" können sich opportunistische Keime stark vermehren und zu Krankheiten führen. Ein Beispiel sind Darmbakterien, die für einen gesunden Darm wichtig sind. Gelangen sie jedoch in die Harnröhre, können sie Entzündungen der Harnwege (z.B. Blasenentzündung) auslösen.

(auch: Ösophagogastroduodenoskopie) = Spiegelung von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm. Dazu führt der Arzt einen dünnen Schlauch in die Speiseröhre (Oesophagus) ein, über den er den Verdauungstrakt über den Magen (Gaster) bis zum Zwölffingerdarm (Duodenum) begutachten kann. So erkennt der Arzt Anzeichen von Entzündungen sowie Blutungen und Geschwüre (Ulcera) der Schleimhäute. Auch kann er Gewebeproben (Biopsien) entnehmen. 

= Druckmessung in der Speiseröhre. Mithilfe der Ösophagusmanometrie lässt sich die Funktion der Speiseröhre und ihrer Schließmuskeln überprüfen. Dabei schiebt der Arzt einen Schlauch (Katheter) über die Nase in die Speiseröhre. Dieser ist mit Messfühlern ausgestattet und zeichnet den Ruhedruck in der Speiseröhre sowie den Druck beim Schlucken von Leitungswasser auf. Die Methode wird zur Diagnostik bei Schluckbeschwerden, Rückfluss von Magensäure (Sodbrennen, Reflux) und Speiseröhren-Krämpfen eingesetzt. 

= Knochendichtemessung. Mithilfe der Osteodensitometrie lässt sich das Risiko von Knochenbrüchen abschätzen. Um die Dichte und Steifigkeit von Knochen zu messen, werden Verfahren wie die sog. QCT (Quantitative Computertomografie) und DXA/DEXA (Dual-Röntgen-Absorptiometrie) eingesetzt. Die Knochendichtemessung ist wichtig zur Diagnose von Knochenerkrankungen, bei denen die Knochensubstanz verringert ist. Ein Beispiel für solche Erkrankungen ist die Osteoporose.

Bei einer Osteomyelitis handelt es sich um eine Entzündung des Knochenmarks. Ursache einer solchen Entzündung sind häufig bestimmte Bakterien, sogenannte Staphylokokken. Es kommt zu Fieber, Schüttelfrost und Schmerzen in den betroffenen Knochen und Gelenken. Zusätzlich bilden sich teilweise Eiterherde, die den Knochen schädigen können. Eine Osteomyelitis wird in der Regel mit Antibiotika behandelt. 

Osteosynthesen sind medizinische Hilfsmittel, die übergangsweise zur Behandlung von Knochenbrüchen eingesetztwerden. Sie überbrücken Knochenstücke und ermöglichen eine schnelle Heilung. Auch helfen sie, die Wirbelsäulebei einer Skoliose (Verkrümmung) zu stabilisieren. Meist bestehen sie aus Metall (Stahl, Titan). Das Einsetzenund Entfernen von Osteosynthesen erfolgt während einer Operation.

Die Palliativmedizin hilft bei fortgeschrittenen, schweren Erkrankungen, die Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität zu erhöhen, wenn eine Heilung nicht mehr möglich ist. So werden palliativ unter anderem Beschwerden wie Schmerzen, Übelkeit und depressive Verstimmungen behandelt. Dabei steht mehr das Wohlbefinden des Betroffenen im Vordergrund, als eine Lebensverlängerung mit allen Mitteln. Im Gegensatz zur Palliativmedizin hat eine kurative Behandlung die Heilung von der Erkrankung zum Ziel.

= Perkutane Endoskopische Gastrostomie. Die PEG ist ein künstlicher Zugang zum Magen von außen, d.h. durch die Bauchwand. Sie ermöglicht die künstliche Ernährung über einen längeren Zeitraum hinweg, z.B. bei Krebserkrankungen, Schlaganfällen oder Operationen an Gesicht oder Kiefer. Durch eine PEG lässt sich flüssige Nahrung in den Magen spritzen. Eine PEG ist im Gegensatz zur Magensonde auch bei Schluckbeschwerden einsetzbar. Die PEG wird mithilfe eines Endoskops durch die Bauchwand in den Magen gelegt bzw. entfernt.

= Messung des pH-Werts. Im medizinischen Sinne wird bei der pH-Metrie die Säurebildung im Magen gemessen oder geprüft, ob Magensäure in die Speiseröhre zurückfließt (Reflux). Der Arzt platziert eine Mess-Sonde über einen dünnen Schlauch (Katheter) durch das Nasenloch in Magen oder Speiseröhre. Ein tragbares Messgerät zeichnet 24 Stunden lang die pH-Werte auf. Essen, Trinken und Bewegung sind erlaubt. Die pH-Metrie hilft bei der Diagnose von dauerhaftem Sodbrennen (Refluxerkrankung) oder einer veränderten Säurebildung im Magen.

Die Pharmakologie beschreibt die Wirkweise von Arzneimitteln im Körper. Zunächst wird der Wirkstoff freigesetzt, bevor er in das Blut gelangt (Absorption) und sich dadurch im Körper verteilt. Im Zielgewebe entfaltet die Arznei ihre Wirkung und wird dort verstoffwechselt (Metabolismus). Einige Medikamente wirken erst dann, wenn sie zuvor von der Leber verändert (metabolisiert) werden. Später wird der Wirkstoff ausgeschieden (z.B. über die Nieren mit dem Urin). Das Wissen der Pharmakologie ist wichtig, um die Wirkung und Verträglichkeit von Arzneimitteln einzuschätzen.

= Arzneitherapie. Bei einer Pharmakotherapie werden Erkrankungen durch die Gabe von Arzneimitteln behandelt. Verschiedene Anwendungsformen (Applikationen) sind möglich, so z.B. als Tablette (orale Gabe), Salbe (lokaleAnwendung), Spritze (Injektion), Spray (Inhalation), über den Tropf (Infusion), als Wirkpflaster oder Zäpfchen. Es ist wichtig, den geeigneten Wirkstoff in der bestmöglichsten Dosierung zu wählen. Treten Nebenwirkungen auf, ist es wichtig, den behandelnden Arzt zu informieren.

auch: Krankengymnastik. Die Physiotherapie hilft, Erkrankungen mittels Kälte, Wärme, Licht, Berührung, Bewegung, Massage, Bädern, Schallwellen oder Elektrizität zu heilen. Sie kann auch zur Krankheitsvorsorge (Prävention) eingesetzt werden. Physiotherapie umfasst eine Vielzahl von Therapieansätzen, u.a. die Manuelle Therapie, Bewegungstherapie oder Neurophysiologische Therapie.

= körperlich. Physisch steht für alles, was den Körper betrifft. So wird in der Physiotherapie der Körper behandelt, und die Physiologie beschreibt die natürlichen Vorgänge des Körpers. Dem gegenüber bezieht sich der Begriff "psychisch" auf seelische Vorgänge.

Gemeinhin als "Schönheitschirurgie" (Ästhetische Chirurgie) bekannt. In der Ästhetischen Chirurgie wird das Aussehen des Patienten auf dessen eigenen Wunsch hin durch eine Operation verändert. Dagegen hilft die Rekonstruktive Chirurgie, durch Verletzungen, Fehlbildungen oder Krebs veränderte Körperbereiche ästhetisch wiederherzustellen. Zu den plastischen Operationen zählen auch Eingriffe der Verbrennungschirurgie, bei denen Chirurgen verbrannte Haut und zerstörtes Gewebe z.T. durch Transplantate neu aufbauen. 

Die Pleurodese ist ein medizinischer Eingriff, um Brustfell (Pleura visceralis) und Rippenfell (Pleuraparietalis) miteinander zu verkleben. Damit lässt sich bei entsprechender Veranlagung vermeiden, dass Flüssigkeit (Pleuraerguss) oder Luft (Pneumothorax) zwischen Brust- und Rippenfell gelangt. Brust- und Rippenfell bilden den sog. Pleuraspalt. Bei der Pleurodese bringt der Arzt Substanzen in den Pleuraspalt, welche zu einer gewollten Entzündung von Brust- und Rippenfell führen. Während der Heilung verkleben die beiden Häute. 

Die Pleurolyse (auch: Pneumolyse) dient der Behandlung von Verwachsungen von Brust- und Rippenfell. Brust- und Rippenfell sind dünne Häute, welche die Lunge umgeben. Sie sind gegeneinander verschiebbar und gewährleisten die Lungenfunktion. Sind sie (beispielsweise nach Entzündungen) miteinander verklebt oder verwachsen, so ist die Atmung behindert. Bei der Pleurolyse löst der Arzt diese Verwachsung mittels einer Operation oder Endoskopie.

= Lungenheilkunde. Die Pneumologie (auch: Pneumonologie, Pulmologie) ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin. Lungenärzte (Pneumologen) befassen sich mit der Funktion und Erkrankungen der Lunge und der Luftwege (Bronchien) sowie des umgebenden Brustfells (Pleura) und Mittelfells (Mediastinum). Häufige pneumologische Erkrankungen sind Asthma bronchiale, akute und chronische Bronchitis und die Chronisch Obstruktive Lungenerkrankung (COPD). Zur Diagnose lassen sich u.a. die Lungenspiegelung (Bronchoskopie), bildgebende Verfahren sowie ein Lungenfunktionstest (Spirometrie) einsetzen.

= Untersuchung des Schlafs in einem Schlaflabor. Mittels Polysomnografie lassen sich Schlafstörungen feststellen und teilweise auch deren Ursachen aufdecken. Sie dauert gewöhnlich zwei Tage, wobei auch das Wachverhaltenprotokolliert wird. Zu den nächtlichen Untersuchungen zählen u.a. das Aufzeichnen von Herz- und Hirnströmen (EKG, EEG), des Sauerstoffgehalts des Bluts (Pulsoxymetrie), der Muskelspannung (EMG) und der Augenbewegungen (EOG).

Port ist das Kurzwort für Portkatheter. Dabei handelt es sich um einen dauerhaften Zugang in den Blutkreislauf. Durch einen Portkatheter kann medizinisches Personal Arzneimittel in das Blut geben oder Blut entnehmen, ohne jeweils durch die Gefäßwand der Venen zu stechen (Injektion). Ports sind u.a. bei Chemotherapien und künstlicher (parenteraler) Ernährung sinnvoll, um Venenentzündungen durch wiederholtes Spritzen zu vermeiden. Sie bestehen aus einem Reservoir aus Metall oder Kunststoff sowie einer Membran und sind im Unterhautfettgewebe platziert.

Die Postexpositions-Prophylaxe (PEP) ist ein nachträglicher Schutz gegen eine Infektion, wenn die Gefahr bestand, sich angesteckt zu haben. Sie empfiehlt sich bei einigen Infektionskrankheiten, gegen die entsprechende Medikamente erhältlich sind (z.B. Impfstoffe, Antibiotika, Virustatika). Nicht immer gelingt es mit einer Postexpositions-Prophylaxe, den Ausbruch einer Krankheit zu vermeiden. Doch lässt sich das Risiko meist deutlich senken, wenn frühzeitig mit einer PEP begonnen wird.

= nach einer Operation. Ein postoperativer Zustand ist also das Befinden nach einer Operation. Kurz nach einem operativen Eingriff ist das Gewebe noch besonders empfindlich und schmerzt. Es ist wichtig, sich zu schonen und auf ausreichende Hygiene sowie den regelmäßigen Verbandswechsel zu achten, um Infektionen und Entzündungen zu vermeiden.

= vor einer Operation. Vor einem operativen Eingriff informiert der behandelnde Arzt, worauf in der Vorbereitung einer Operation zu achten ist. So ist es u.a. wichtig, vor einer Narkose nüchtern zu sein. Präoperativ rasiert das Pflegepersonal aus hygienischen Gründen behaarte Haut des Patienten und es wird eine Kanüle gelegt. Anschließend bereitet der Narkosearzt (Anästhesist) die Narkose vor.

= Station eines Krankenhauses, die für die Versorgung von privat Versicherten und Patienten mit einer Zusatzversicherung ausgelegt ist. Auf einer Privatstation gibt es vorrangig Einzelzimmer, teilweise auch Zweibettzimmer, sowie meist zusätzlichen Komfort wie eine tägliche Tageszeitung, ein Fernsehgerät oder einen Internet-Anschluss. Die ärztliche Betreuung erfolgt auf der Privatstation durch den Chefarzt und sein Team.

Die Proktologie ist ein medizinisches Teilgebiet, das sich mit der Funktion und Erkrankungen des Enddarms befasst. Zum Enddarm zählen Grimmdarm (Kolon), Mastdarm (Rektum), Analkanal und After. Proktologen führen u.a. Enddarm-Spiegelungen (Proktoskopien) durch, um Darmkrankheiten (z.B. Enddarmkrebs) zu erkennen, und sie behandeln Risse in der Analschleimhaut (Fissuren), Hämorrhoiden oder Entzündungen des Enddarms.

= Vorbeugung. Mittels Prophylaxe lässt sich Krankheiten gezielt vorbeugen. Synonym wird häufig auch der Begriff Prävention gebraucht. So zählen Impfungen zur (primären) Prophylaxe gegen Infektionskrankheiten, und eine Professionelle Zahnreinigung schützt vor Erkrankungen des Zahnfleischs. Die Prophylaxe hilft außerdem, Krankheiten wie Krebs frühzeitig zu erkennen (Früherkennung, sekundäre Prophylaxe) oder bei bestehenden Erkrankungen durch eine gezielte Behandlung Rückfälle zu verhindern (tertiäre Prophylaxe).

= die Seele bzw. das Gemüt betreffend. Psychische Erkrankungen betreffen das Erleben, die Gefühle und das Verhalten. Zu ihnen zählen u.a. Depressionen, Angst- und Zwangsstörungen sowie unterschiedliche Formen der Schizophrenie.

Die Psychosomatik ist ein Teilgebiet der Medizin. Der Begriff setzt sich aus den Silben "psycho-" (= die Seele betreffend) und "soma-" (= den Körper betreffend) zusammen. Die Psychosomatik beschäftigt sich daher mit der Erkennung, Behandlung, Vorbeugung und Nachsorge von Krankheiten und Leidenszuständen, an deren Verursachung psychosoziale und psychosomatische Faktoren einschließlich dadurch bedingter körperlich-seelischer Wechselwirkungen maßgeblich beteiligt sind. Die Behandlung psychosomatischer Erkrankungen umfasst Techniken der Psychotherapie (wie Gesprächs-, Verhaltenstherapie und Psychoanalyse). Gleichwohl sind psychosomatische Therapien auch auf den Körper ausgerichtet.

= Therapie zur Behandlung von psychischen oder psychosomatischen Störungen (z.B. Depressionen, Angst- und Zwangsstörungen). Es gibt verschiedene Arten der Psychotherapie wie Verhaltenstherapie, Gesprächstherapie, Psychoanalyse oder Familientherapie. Die Psychotherapie hilft u.a., sich der eigenen Situation und seiner Stärken bewusst zu werden sowie neue Denk- und Verhaltensmuster einzuüben.

= Perkutane Transluminale Coronare Angioplastie. Die PCTA ist eine Methode, um krankhaft verengte Blutgefäße zu erweitern. Sie hilft, den Blutfluss zu verbessern. So wird die PCTA z.B. zur Behandlung eines Herzinfarkts oder bei der Koronaren Herzkrankheit (KHK) eingesetzt. Ein Hilfsmittel der PCTA ist der Ballonkatheter, welchen der Arzt durch einen Schnitt (meist in der Leiste) in das Gefäßsystem einführt und bis zum verengten Gefäßabschnitt vorschiebt (Ballondilatation).

= Perkutane Transhepatische Cholangio-Drainage. Die PTCD ist ein Verfahren, um überschüssige Gallenflüssigkeit aus den Gallengängen abzuleiten. Dazu wird ein dünner Kunststoffschlauch durch die Bauchhaut in die Leber gelegt. Die Gallenflüssigkeit kann so nach außen in einen Beutel abfließen. Die PTCD ist zur Behandlung eines Gallerückstaus geeignet, der häufig zu einer Gelbsucht (Ikterus) führt. Ursache hierfür können Lebererkrankungen und eine Entzündung der Gallengänge (Cholangitis) sein.

= die Lungen betreffend. Beispielsweise handelt es sich bei den Pulmonalarterien um die Gefäße, welche die Lunge mit sauerstoffreichem Blut versorgen. Medikamente, die pulmonal verabreicht werden, gelangenüber die Lunge (Einatmung, Inhalation) in den Körper, z.B. Asthma-Spray.

Alle Krankenhäuser, die nach § 108 SGB V zugelassenen sind, müssen laut Gesetz (§ 137 Absatz 3 Satz1 Nr. 4 SGB V) jährlich einen sog. strukturierten Qualitätsbericht erstellen. Dieser Qualitätsbericht soll der Öffentlichkeit einen Überblick über das Leistungsangebot und das Engagement des Krankenhauses im Hinblick auf Qualität und Qualitätssicherung geben.

Bei einer Querschnittlähmung ist das Rückenmark infolge eines Unfalls oder einer Erkrankung geschädigt. Dadurch ist der Betroffene mehr oder weniger gelähmt, je nachdem, auf welcher Höhe des Rückenmarks der Schaden entstanden ist. Eine solche Lähmung geht häufig auch mit einem teilweisen oder kompletten Sensibilitätsverlust einher. Das bedeutet, dass der Patient Berührungen, Kälte oder Wärme nicht mehr spürt. Auch Blase und Darm können betroffen sein.  

Die Radiofrequenzinduzierte Thermoablation (RITA) ist eine Behandlungsmethode bei bösartigen Tumoren (Krebs) und deren Tochtergeschwulsten (Metastasen). Dabei wird der Tumor mittels Radiowellen durch Hitze zerstört. Die RITA wird v.a. bei Krebs der Leber und des Bauchraums angewandt. Unter Ultraschall-Kontrolle platziert der Arzt eine dünne Sonde durch die Haut hindurch bis zum Tumor. Die Radiowellen an der Spitze der Sonde erzeugen eine starke Hitze, wodurch das Krebsgewebe zugrunde geht.

Die Radiologie ist ein medizinisches Teilgebiet, das sich mit der Erforschung und Anwendungvon (meist) energiereicher Strahlung befasst. So lassen sich z.B. Röntgenstrahlen zur Diagnose (z.B. von Knochenbrüchen) und zur Therapie (Strahlentherapie, z.B. von Krebserkrankungen) einsetzen. Auch weitere bildgebende Verfahren wie die Computertomografie (CT), Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT, Kernspintomografie) und Ultraschall-Untersuchung (Sonografie) werden in der Radiologie angewandt.

Die Rechtsmedizin ist eines der ältesten Teilgebiete der Medizin und wurde früher auch als "Gerichtsmedizin" bezeichnet. Rechtsmediziner befassen sich - im Gegensatz zu Pathologen - mit den nicht-natürlichen Todesursachen und Verletzungen. So werden in der Rechtsmedizin v.a. Leichen schauen durchgeführt, um die Todesursache und Todesart, den Todeszeitpunkt und ggf. die Identität des Verstorbenen zu klären. Sowohl Gewaltverbrechen, als auch Selbstmord oder Drogen- und Alkoholvergiftungen kommen als unnatürliche Todesursachen in Betracht. Die Rechtsmedizin beschäftigt sich außerdem mit der Klärung von Verletzungen bei Lebenden, insbesondere in Fällen von Kindesmisshandlung und Sexualdelikten.

= Wiederauftreten eines Tumors oder einer Erkrankung. Beispielsweise kann nach einer Brustkrebs-Behandlung ein erneuter bösartiger Knoten in der Brust auftreten. Um ein Rezidiv frühzeitig erkennen und behandeln zu können, erfolgen bei Krebserkrankungen regelmäßige Nachsorge-Untersuchungen.

Die Röntgen-Untersuchung ist ein bildgebendes Verfahren, mit denen sich Körperstrukturen, v.a. Knochen, gut darstellen lassen. Benannt ist die Untersuchung nach ihrem Entdecker Wilhelm Conrad Röntgen. Dabei wird der Körper mit Gamma-Strahlung (Radioaktivität) durchleuchtet und Bilder auf einer Fotoplatte (Röntgen-Film) erzeugt. Mittels Röntgen-Untersuchung lassen sich z.B. Veränderungen des Skeletts wie Knochenbrüche (Frakturen) erkennen. Auf einer Röntgen-Aufnahme des Brustkorbs (Röntgen-Thorax) sind Lungen und Herz sichtbar. Die Röntgen-Untersuchung ist für den Patienten schmerzfrei und die Strahlenbelastung gering. Dennoch sollten Schwangere nicht geröntgt und zu häufiges Röntgen vermieden werden.

Die Schlafmedizin ist ein Teilgebiet der Medizin, das sich mit dem gesunden Schlaf und Schlafstörungen befasst. Wichtiger Untersuchungsraum der Schlafmedizin ist das Schlaflabor. Eine Untersuchung dauert meist zwei Tage und zwei Nächte. Zu den nächtlichen Untersuchungen zählen u.a. das Aufzeichnen von Herz- und Hirnströmen (EKG, EEG), des Sauerstoffgehalts im Blut (Pulsoxymetrie), der Muskelspannung (EMG) sowie der Augenbewegungen (EOG).

Die Schmerzmedizin hilft Patienten, die unter chronischen Schmerzen leiden. Chronische Schmerzen können zum Beispiel durch Amputationen, rheumatische Erkrankungen oder Rückenleiden entstehen. Häufig führen jedoch viele unterschiedliche Faktoren zu chronischen Schmerzen, welche die Betroffenen unter Umständen stark in ihrem Alltag beeinträchtigen. Hier setzt die Schmerzmedizin an. Zu einer Klinik für Schmerzmedizin gehören deshalb neben Schmerzspezialisten und Neurologen unter anderem auch Psychologen und Physiotherapeuten.

Nach der Implantation eines Herzschrittmachers sind regelmäßige Schrittmacherkontrollen durch den Arzt notwendig. Ziele sind, das Gerät optimal an den Patienten anzupassen, die Laufzeit des Herzschrittmachers zu kontrollieren und ggf. zu verlängern (z.B. Kontrolle des Batteriezustands) sowie mögliche Komplikationen zu erkennen und zu behandeln.

Senologie ist die Lehre von der Brust und ihren Erkrankungen. Der Begriff setzt sich aus dem französischen Wort "le sein" (= die Brust) und dem griechischen Wort "logos" (= die Lehre) zusammen. Der Senologe ist spezialisiert auf die Behandlung von Erkrankungen der Brust. Hierzu zählen auch bösartige Tumoren der Brust (Brustkrebs, Mammakarzinom).

= Ultraschall-Untersuchung. Die Sonografie ist ein bildgebendes Verfahren, welches es ermöglicht, innere Organe sichtbar zu machen und ggf. Veränderungen zu erkennen. Eine Ultraschall-Sonde erzeugt dabei Schallwellen, welche das Gewebe entweder zurückwirft (reflektiert) oder streut. Das Ultraschall-Gerät misst die reflektierten Anteile und zeigt sie als Bild auf einem Monitor an. Die Ultraschall-Untersuchung ist schmerzfrei und birgt keine Risiken und Nebenwirkungen.

Der Sozialdienst der Klinik ist Ansprechpartner für alle Patienten, die Beratung und Unterstützung bei veränderten Lebensbedingungen nach ihrer Entlassung benötigen. Dies können sozialrechtliche und psychosoziale Fragestellungen sein, sowie die Vermittlung von Hilfestellungen und Leistungen, um eine möglichst optimale Weiterversorgung nach einer Erkrankung zu erhalten. So helfen die Mitarbeiter des Sozialdienstes bei der Vermittlung von Rehabilitationsmaßnahmen, Hilfen im häuslichen Bereich und der Unterbringung in andere stationäre Wohnformen.

Der Begriff stationär bedeutet wörtlich übersetzt so viel wie "still stehend, bleibend". Im Krankenhaus versteht man unter einem stationären Aufenthalt die Unterbringung für mindestens einen Tag und eine Nacht ("auf der Station"). Das Gegenteil ist die ambulante Behandlung, bei der man die Klinik nach der Versorgung verlässt.

Ein Stent ist ein kleines Gitterröhrchen aus Metall oder Kunststoff, das als Gefäßstütze dient (Gefäßprothese). Ein solches Drahtgeflecht wird in der Medizin beispielsweise nach der Aufdehnung eines verengten Herzkranzgefäßes eingesetzt, um dieses zu stabilisieren und vor einem erneuten Verschluss zu bewahren.

Ein Stoma ist eine operativ hergestellte Öffnung zur Körperoberfläche. Meist ist hiermit der künstliche Darmausgang, das Enterostoma (auch Anus praeter oder Bauchafter) gemeint. Die Stomatherapie kann vorübergehend oder dauerhaft notwendig sein, wenn die normale Darmfunktion nicht mehr möglich ist (z.B. bei Enddarmkrebs). Der Anus wird operativ verschlossen und der Darm auf die Bauchdecke ausgeleitet. Die Austrittsstelle erhält einen geruchsdichten Auffangbeutel für den Stuhl, oder die Bauchdecken-Öffnung wird mit einer Klappe abgedeckt und einmal am Tag der Darm mit einer Spülflüssigkeit geleert. Bereits im Krankenhaus erlernen Menschen mit einer Stomatherapie den Umgang mit dem künstlichen Darmausgang (Beutelwechsel, Hautpflege etc.). Als Stomabezeichnet man in der Medizin auch andere künstliche Ausgänge, wie die der Blase zur Ableitung des Urins (Urostoma) oder der Luftröhre zwecks Beatmung (Tracheostoma).

Bei der Strahlentherapie wird energiereiche (ionisierende) Strahlung eingesetzt, z.B. Röntgen- oder Elektronenstrahlung. Sie eignet sich u.a. zur Behandlung von bestimmten Krebsarten. Dabei berechnet ein Strahlentherapeut, welche Strahlenart und Strahlendosis optimal sind. Die Strahlentherapie tötet Krebszellen ab oder schränkt deren Teilungsfähigkeit ein. Mehrere Behandlungen sind notwendig; meist ordnet ein Arzt (Onkologe) die Strahlentherapie in Kombination mit einer Chemotherapie oder Operation an.

= unter der Haut bzw. unter die Haut. Bei einer subkutan verabreichten Spritze (s.c.-Injektion) gelangt der Wirkstoff unter die Haut in das dort liegende Unterhaut-Fettgewebe. Beispiele für subkutane Spritzen sind Insulin-Spritzen für Diabetiker oder Heparin-Spritzen, die der Vorbeugung eines Blutgerinnsels dienen (Thrombose-Prophylaxe).

Eine Tagesklinik ist eine Einrichtung der ambulanten bzw. teilstationären Patienten-Versorgung. Hier können Patienten bis zu 24 Stunden lang medizinisch betreut werden. Neben fachspezifischen Tageskliniken (z.B. für Psychiatrie), gibt es fachübergreifende (interdisziplinäre) Einrichtungen. Krankenhäuser verfügen häufig über Tageskliniken, in denen die Patienten nach ihrem stationären Aufenthalt eine Zeit lang tagsüber weiter behandeltwerden.

Die Thorakoskopie ist eine Untersuchung der Pleurahöhle (Raum zwischen dem Lungenfell, Rippenfell und Zwerchfell). Mittels eines Spiegelgeräts (Endoskop, Thorakoskop), an dem sich eine Kamera befindet, kann der Arzt so Teile des Brustkorbs einsehen. Dies ist z.B. bei unklaren Lungenentzündungen, Flüssigkeitsansammlungen in der Lunge sowie beim Verdacht auf Krebs der Lunge oder des Lungenfells sinnvoll. Die Thorakoskopie wird unter Betäubung durchgeführt. 

= Brustkorb. Der Thorax umfasst die Brust und den oberen Rücken. Er wird von der Brustwirbelsäule, den Rippen und dem Brustbein geformt. Die Organe des Thorax sind das Herz, die Lunge, die Thymusdrüse sowie die Speise- und Luftröhre. Eine Röntgen-Aufnahme des Brustkorbs bezeichnen Mediziner als Röntgen-Thorax. In der Thorax-Chirurgie werden Operationen am Brustkorb durchgeführt, z.B. zur Behandlung von Herzklappen-Erkrankungen.

Eine Tracheotomie ist ein "Luftröhren-Schnitt": Dabei wird chirurgisch eine Verbindung von der Luftröhre (Trachea) zur Hautoberfläche am vorderen Hals geschaffen. Diese künstliche Atemöffnung (das Tracheostoma) ist zur Langzeitbeatmung notwendig, wenn die normale Atmung gestört ist (z.B. nach Unfällen, Operationen, neurologische Erkrankungen, Kehlkopf-Lähmung, Kehlkopf-Entfernung). Die Tracheotomie ist ein geplanter (elektiver) Eingriff und vom Luftröhren-Schnitt als lebensrettende Maßnahme in der Notfallmedizin, der Koniotomie, zu unterscheiden.

Der Begriff transösophageal bedeutet "durch (= trans) die Speiseröhre (= Ösophagus)". So wird beispielsweise bei der transösophagealen Echokardiografie (= Ultraschall-Untersuchung des Herzens) die Ultraschall-Sonde durch die Speiseröhre geschoben und das Herz von dort aus betrachtet. Im Vergleich zur Untersuchung von außen ist damit eine genauere Beurteilung möglich.

Der Begriff transthorakal bedeutet "durch (= trans) den Brustkorb (= Thorax)". So wird das Herz bei dertransthorakalen Echokardiografie (= Ultraschall-Untersuchung des Herzens) mittels einer auf den Brustkorb platzierten Ultraschall-Sonde von außen "durch den Brustkorb" betrachtet.

Die Traumatologie ist die Lehre von den Verletzungen und Wunden. In der Medizin bezeichnet man eine Wunde, Verletzung oder Schädigung des Körpers durch Gewalteinwirkung (wie Unfälle) als Trauma. Die Traumatologie ist häufig Bestandteil der Unfallchirurgie.

Ein Traumazentrum ist auf die Behandlung und Pflege von Patienten mit akuten schweren, häufig lebensbedrohlichen Mehrfachverletzungen, sogenannten Polytraumata, spezialisiert. In einem Traumazentrum arbeiten in der Regel mehrere Kliniken bzw. Abteilungen Hand in Hand, zum Beispiel die Unfallchirurgie und die Orthopädische Chirurgie gemeinsam mit der Anästhesie und der operativen Intensivmedizin.

Als Tumor bezeichnet man gemeinhin eine Geschwulst. Genau genommen handelt es sich um eine Schwellung von Gewebe, welche die unterschiedlichsten Ursachen haben kann. Tumor bedeutet nicht gleich Krebs: Von einem bösartigen (malignen) Tumor (= Krebs) zu unterscheiden sind die viel häufigeren, gutartigen (benignen) Tumoren. Auch Entzündungen und Verletzungen mit Flüssigkeitsansammlung (Ödeme) können Schwellungen (= Tumoren) verursachen.

Bei einem Tumorboard setzen sich Experten aus verschiedenen Fachrichtungen regelmäßig zusammen, um das therapeutische Vorgehen bei der Krebs-Behandlung eines Patienten zu besprechen. So tauschen sich beispielsweise Fachärzte aus den Abteilungen für Chirurgie, Innere Medizin, Strahlentherapie und Radiologie bei der so genannten interdisziplinären Einzelfall-Besprechung über den Krebs-Patienten aus, um ihm eine optimale und maßgeschneiderte Behandlung nach modernsten Erkenntnissen der Medizin zu ermöglichen.

Die Unfallchirurgie befasst sich mit der operativen und nicht-operativen Behandlung von Unfallverletzungen und den Folgen von Unfallschäden. Dazu zählen beispielsweise Knochenbrüche, aber auch sogenannte Weichteilschäden wie Muskel- und Sehnenverletzungen sowie Verletzungen der inneren Organe. Die unfallchirurgische Abteilung eines Krankenhauses ist meist auf Schwerst- und Mehrfachverletzungen (Polytraumata) ausgerichtet.

Die Viszeralchirurgie ist ein Teilgebiet der Chirurgie und umfasst die operative Behandlung der Bauchorgane, also v.a. von Magen und Darm, Bauchspeicheldrüse, Gallenblase, Leber und Milz. Auch ein Leistenbruch wird in der Viszeralchirurgie operiert. Der deutsche Begriff lautet Bauchchirurgie.

Als Zuweiser (auch "Einweiser" oder "Überweiser" genannt) werden die niedergelassenen Ärzte bezeichnet, die ihren Patienten in ein bestimmtes Krankenhaus einweisen bzw. ihn einem bestimmten Krankenhaus "zuweisen". Einige Kliniken verfügen über ein sog. Zuweiserportal; dies ist eine Website, diees dem zuweisenden Arzt ermöglicht, digitale Einsicht auf patientenbezogene Daten des Krankenhauses zu nehmen.

= Lehre von den Zellen. In der Medizin dient die Zytologie in erster Linie der Erkennung krankhafter Veränderungen von Zellen. Bei Verdacht auf eine bestimmte Erkrankung entnimmt der Arzt einen Abstrich oder eine Gewebeprobe (Biopsie, Punktion). Im Labor werden die Zellen angefärbt und unter dem Mikroskop begutachtet. Regelmäßige zytologische Untersuchungen beim Frauenarzt sind wichtig in der Krebsvorsorge (PAP-Abstriche), da sich hiermit frühzeitig Veränderungen der Schleimhautzellen nachweisen lassen.