Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege

Qualifikation von Anfang an

BGKH-Berufsfachschule für Gesundheits- und Krankenpflege

Seit November 2013 betreibt das BGKH mit behördlicher Zulassung eine eigene Berufsfachschule für Gesundheits- und Krankenpflege. Diese begleitet die drei laufenden Ausbildungsjahrgänge mit insgesamt 75 jungen Schülern bis zum Examen. Die Ausbildung beginnt jeweils zum 1. August eines Jahres.

Die Ausbildung im Überblick

Die Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung ist bundesweit einheitlich nach dem Krankenpflegegesetz sowie der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Berufe in der Krankenpflege geregelte. Sie dauert in Vollzeit drei Jahre und schließt mit einer staatlichen Prüfung ab. Die Ausbildung gliedert sich in zwei auf einander abgestimmte Anteile von Theorie und Praxis:

 Theorie

Der Theorieanteil umfasst mindestens 2.100 Stunden und behandelt folgende Themenbereiche. Diese werden im Blockunterricht in der BGKH-Berufsfachschule in Hamburg Bergedorf unterrichtet:

  • Kenntnisse in der Gesundheits- und Krankenpflege sowie den Pflege- und Gesundheitswissenschaften (950 Stunden)
  • Pflegerelevante Kenntnisse der Naturwissenschaften und Medizin (500 Stunden)
  • Pflegerelevante Kenntnisse der Geistes- und Sozialwissenschaften (300 Stunden)
  • Pflegerelevante Kenntnisse aus Recht, Politik und Wirtschaft (150 Stunden)

Dabei werden die Inhalte nicht nur theoretisch, sondern auch im Rahmen von Demonstrationen und praktischen Übungen vermittelt.

 Praxis

Der Praxisanteil umfasst 2.500 Stunden, die auf vielseitige Einsatzbereiche im BGKH und bei dessen Kooperationspartnern aufgeteilt sind. Die Auszubildenden werden unter anderem in der Inneren Medizin, Geriatrie, Gynäkologie, Pädiatrie, Psychiatrie und ambulanten Pflege eingesetzt.

Einen besonderen Einsatzschwerpunkt legt das BGKH in den Bereichen Unfallchirurgie, septische Chirurgie und Neurologie. Außerdem sind Wunscheinsätze in speziellen Einsatzfeldern, wie der Notaufnahme, den Intensivstationen, dem OP oder der Anästhesie möglich.


Während der im Durchschnitt sechswöchigen Praxisphasen werden die Auszubildenden von besonders qualifizierten Gesundheits- und Krankenpflegekräften sowie von den Lehrkräften der Berufsfachschule des BGKH unterstützt.

Das Berufsbild

Gesundheits- und Krankenpflege ist ein eigenständiger, sehr verantwortungsvoller Beruf, zu dessen Arbeitsalltag ein ständiger enger Kontakt zu Menschen aus allen Altersstufen und Lebenssituationen gehört.

Schon die Berufsbezeichnung macht deutlich, wie vielseitig die Tätigkeiten einer Gesundheits- und Krankenpflegekraft sind. Dabei steht im Mittelpunkt aller Bemühungen der zu betreuende Mensch und dessen Wiedererlangung, Verbesserung, Erhaltung und Förderung seiner physischen und psychischen Gesundheit.

 Arbeitsinhalte

Die Aufgaben erstrecken sich von der Akutversorgung des Patienten über die Rehabilitation bis hin zur eventuell notwendigen Unterstützung zu Hause. Dazu gehört heute neben den pflegerischen Aspekten wie Unterstützung bei der Körperpflege, Wechseln von Verbänden und Durchführen lebenserhaltender Maßnahmen in Zusammenarbeit mit dem Arzt selbstverständlich auch eine computergestützte Dokumentation.

Teamfähigkeit, Flexibilität und Einfühlungsvermögen sind wichtige Grundkompetenzen sowohl für die Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen in einem interdisziplinären Team als auch für die Beratung von Patienten und ihren Angehörigen.

 Einsatzbereiche

Ausgebildeten Gesundheits- und Krankenpflegern bieten sich insbesondere in einer alternden Gesellschaft vielfältige Berufschancen. Außer im Krankenhaus ist ihre Expertise in Kur- und Rehabilitationskliniken, ambulanten Pflegediensten, Hospizen, Gesundheitsämtern und Arztpraxen gefragt.

 Entwicklungsmöglichkeiten

Nach der abgeschlossenen Ausbildung öffnen sich vielfältige Optionen der Fort- und Weiterbildung, wie zum Beispiel:

  • Fachpflege für Anästhesie und Intensivmedizin
  • Fachpflege für Rehabilitation
  • Praxisanleiter
  • Hygienefachkraft
  • Pflegerische Leitung einer Station

Darüber hinaus existiert die Möglichkeit, sich im Rahmen eines berufsbegleitenden oder Vollzeitstudienganges weiter zu qualifizieren. In Deutschland werden inzwischen verschiedenste grundständig pflegeorientierte Studiengänge angeboten.

 Verdienstmöglichkeiten

Die Ausbildungsvergütung der Auszubildenden in der Gesundheits- und Krankenpflege ergibt sich aus dem Tarifvertrag KUV.
Zurzeit (Stand: 01.08.2013) beträgt das monatliche Brutto-Entgelt:

  • Im 1. Ausbildungsjahr 904,00 Euro
  • Im 2. Ausbildungsjahr 958,00 Euro
  • Im 3. Ausbildungsjahr 1071,00 Euro
 Bewerbungsverfahren & Zulassungsvoraussetzungen

Für eine Bewerbung lassen Sie uns Ihre Unterlagen schriftlich zukommen oder nutzen Sie das online-Bewerbungsportal. Die Bewerbung sollte folgende Unterlagen enthalten:

  • Anschreiben
  • Tabellarischen Lebenslauf
  • Kopie des Schulabschlusszeugnisses (oder des letzten Zeugnisses)
  • Kopie des Ausbildungszeugnisses (Gesellenbrief und Berufsschulzeugnis – wenn vorhanden)
  • Kopie von Arbeits-/Praktikumszeugnis (wenn vorhanden)
  • Zulassungsvoraussetzung
  • Voraussetzung für die Zulassung zur Ausbildung ist neben der gesundheitlichen und persönlichen Eignung die Erfüllung von mindestens einem der folgenden Punkte:
  • Realschulabschluss (Sek. I) oder
  • Berufserlaubnis als Krankenpflegehelfer/-in oder
  • Bestandene Abschlussprüfung an einer Berufsfachschule für Gesundheits- und Krankenpflegehilfe oder Pflegeassistenz oder
  • Hauptschulabschluss mit einer mindestens zweijährigen, erfolgreich beendeten Berufsausbildung

Ein Mindestalter ist nicht vorgeschrieben. Auf Grund der hohen psychischen und physischen Ansprüche, die der Beruf mit sich bringt, raten wir jedoch von einem Ausbildungsbeginn vor dem 16. Lebensjahr ab. In diesem Fall bietet sich ein freiwilliges soziales Jahr zur Berufsorientierung an.

 

  Schulleitung BFS

Heike Schmidt

  040 7306-2392   040 7306-2397   berufsfachschule­(at)bgk-hamburg.de

  Bewerbungen

Wir nehmen ihre Bewerbungsunterlagen ganzjährig gerne entgegen.