Sporttherapie

Sporttherapie

Die Sporttherapie verfolgt einen ganzheitlichen, aktiven Therapieansatz auf der Basis von Trainingswissenschaft, Biomechanik, Sportpädagogik, Didaktik und Sportpsychologie. Ziel ist die soziale und berufliche Reintegration der Patienten durch Kompensation und Regeneration gestörter körperlicher, seelischer und sozialer Funktionen sowie die Förderung von Handlungsfähigkeit, Eigenverantwortung und Gesundheitskompetenz.

Besondere Therapieansätze

 Computergestütztes Biofeedback-Training an Krafttrainings- und Cardiogeräten

Die Krafttrainings- und Cardiogeräte der Sporttherapie verfügen über Smartpanel-Monitore, an denen die trainierenden Patienten in Echtzeit ein Biofeedback über Leistungsdaten und Ausführungsqualität zurückgemeldet bekommen. Diese Informationen gewährleisten eine konstant hohe Qualität in den Bereichen Bewegungsausmaß und Bewegungsgeschwindigkeit und sichern damit eine optimale Steuerung der gewünschten Trainingsparameter und biologischen Anpassungsreaktionen.

 Komplexe Leistungsdiagnostik (Kraft, Ausdauer, Koordination)

Die Analyse der körperlichen Leistungsfähigkeit ist für eine zielgerichtete Trainingssteuerung und das Objektivieren von Trainingsfortschritten unverzichtbar. Die Ausdauerleistungsfähigkeit wird in der Sporttherapie durch IPN- bzw. PWC-Tests auf dem Fahrradergometer ermittelt. Zur statischen und dynamischen Kraftdiagnostik kommen computergestützte Testsysteme von Biodex (Isokinetik), Proxomed Compass und Microfet zum Einsatz. Koordination und Sensomotorik werden mit dem MFT S3-Check beurteilt. 

 Sling-Exercise-Therapy (S-E-T)

Im BGKH wird diese, in Norwegen entwickelte, Therapiemethode seit 2003 erfolgreich bei der Behandlung von Instabilitäten, Belastungsinsuffizienzen und Bewegungseinschränkungen orthopädischer, neurologischer und querschnittgelähmter Patienten eingesetzt.

 Therapeutisches Klettern

Therapeutisches Klettern vereint den Aufbau von Kraft und Beweglichkeit beim Training konditioneller Fähigkeiten und schafft zudem Selbstvertrauen in die eigenen Möglichkeiten. Ein besonderer Reiz der Therapie liegt in der Vielfalt der Übungsvarianten, mit denen der gesamte Körper im Rahmen von Gelenkfunktionsstörungen, neurologischen Störungen und psychoreaktiven Störungen komplex und mehrdimensional trainiert werden kann.

 Vibrationstherapie mit sr-Zeptor

Stochastische Resonanztherapie

Diese Therapieform auf zwei separaten, sich zufällig und mehrdimensional zueinander bewegenden Fußplatten bewirkt im Körper kurzfristig eine starke muskuläre und neuronale Aktivität. Dies hat Anpassungsprozesse zur Folge, die z.B. zur Verbesserung des motorischen Lernens, der Gleichgewichtsregulation und der Gehfähigkeit führen können. Diese Therapie wird vor allem bei neurodegenerativen Krankheitsbildern (z.B. Morbus Parkinson) und neurotraumatologischen Diagnosen (z.B. Querschnittlähmungen, Schädel-Hirn-Trauma) angewandt.

 Querschnittgelähmten-Schwimmen nach McMillan

Therapeutisches Schwimmen spielt vor allem in der Rehabilitation querschnittgelähmter Patienten eine Rolle. Mit Maßnahmen zur Wassergewöhnung, dem Erlernen von Transfer-, Tauch- und Schwimmtechniken zielt es auf sicheres Handeln und Verhalten im Wasser, Angstabbau und größtmögliche Selbständigkeit ab. Die Patienten lernen sich sicher und angstfrei im Wasser aufzuhalten und gewinnen ein Stück Lebensqualität wieder.

 Rollstuhlmobilitätstraining

Rollstuhlmobilitätstraining richtet sich an alle Para- und Tetraplegiker vom Anfänger bis zum Fortgeschrittenen. Ziele des Trainings sind Rollstuhlbeherrschung, Mobilität, Bewältigung alltäglicher Barrieren und Anleitung zur Inanspruchnahme von Fremdhilfe.

Mit dem Abschluss des Rollstuhlmobilitätstrainings wird ein hoher Grad an Selbständigkeit sowie Körper- und Rollstuhlbeherrschung erreicht.

 Rollstuhlsport

Gemeinsames Ziel des Deutschen Rollstuhl-Sportverbandes und der Sporttherapie ist das Vorbereiten der Patienten auf ein langfristiges Sporttreiben nach dem Klinikaufenthalt. So werden u.a. kleine Spiele mit technischen und taktischen Elementen aus den Rollstuhlsportarten in den Unterricht eingeflochten. Es können Sportrollstühle, Sportgeräte und sportartspezifische Hilfsmittel ausprobiert und konkrete  Beratungen vereinbart werden.

 Handbikeanpassung

Das Ausprobieren von Handbikes erfolgt im Rahmen des Rollstuhlmobilitätstrainings. Mit Handbikes werden umgangssprachlich Zuggeräte bezeichnet, die vor einen Rollstuhl montiert werden. Der Antrieb erfolgt über die Kraft der Armmuskulatur. Eine elektrische Unterstützung kann bei Bedarf zusätzlich eingesetzt werden.

Diese Geräte dienen dem Erweitern der Mobilität, dem Gesunderhalten und der sozialen Integration und erfüllen somit das Bestreben nach Teilhabe und Inklusion.
Handbikes sind für den sportlichen Einsatz ebenso geeignet wie für den alltäglichen Gebrauch oder der gemütlichen Ausfahrt am Urlaubsort.

 Komplexes Rehabilitationstraining für Leistungssportler

Systematisches Training zur Wiederherstellung der sportartspezifischen Belastbarkeit auf Grundlage einer umfassenden individuellen Profil- und Leistungsanalyse.

Die zügige Wiedereingliederung in das leistungssportliche Training steht dabei im Vordergrund.

 Medizinisches QiGong

Qigong hat seinen Ursprung in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und ist eine Selbstübungsmethode in der Bewegung und Ruhe, um die Lebensenergie (Qi) zu stärken und die Durchlässigkeit der Energieleitbahnen (Meridiane) positiv zu beeinflussen.

Dies geschieht durch das Praktizieren unterschiedlicher Übungsformen, die zumindest einen der folgenden Ausdrucksformen beinhalten: Körperhaltung/Bewegung, Atmung und Lenkung der Vorstellungskraft.
Die medizinischen Qigong-Formen sind spezielle, überprüfte Übungsformen, die gezielt bei den unterschiedlichsten Symptomen bis hin zu chronischen Erkrankungen eingesetzt werden und bieten somit eine ideale Ergänzung und Unterstützung bei der laufenden medizinischen Therapie und Rehabilitation.

  Leitung

Peter Kaufmann

  040 7306-3618   040 7306-3301   sporttherapie­(at)bgk-hamburg.de

  Stellvertretung

Holger Sieck

  040 7306-3615   040 7306-3301   sporttherapie­(at)bgk-hamburg.de

  Stellvertretung

Olaf Nilsson

  040 7306-3615   040 7306-3301   sporttherapie­(at)bgk-hamburg.de