Forschungsprojekte

Die Forschungsprojekte des BGKH im Überblick

Unsere Forschungsprojekte erstrecken sich über vielfältige Bereiche und Fachabteilungen.

Für eine detaillierte Projektbeschreibung, klicken Sie auf die entsprechenden Projekttitel.

 Implementierung und Anwendung der ICF Core Sets Hand in Klinik, Rehabilitation und Forschung

In diesem Projekt sollen die ICF (Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit) Core Sets der Hand als Steuerungselement der rehabilitativen Behandlung von Patienten mit Verletzungen der Hand operationalisiert, implementiert und angewendet werden. Die ICF ist eine von der WHO 2001 initiierte Klassifikation zur Beschreibung des funktionalen Gesundheitszustandes, der Behinderung, der sozialen Beeinträchtigung sowie der relevanten Umweltfaktoren von Menschen.

 Implantierbares Mikrosystem zur Rückenmarksadaptation bei einer Behandlung der Querschnittlähmung

In einem zusammen mit der Technischen Universität Hamburg-Harburg sowie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf durchgeführten Forschungsvorhaben wird ein implantierbares Mikrosystem zur gezielten Zusammenfügung und pharmakologischen Versorgung geschädigten Rückenmarks entwickelt, um Heilungschancen bei Querschnittlähmung zu ermöglichen. Grundlage bildet hier ein spezielles mikromechanisches Verbindungselement („Chip“), welches neben der Adaption des durchtrennten Rückmarks auch eine gezielte Versorgung mit pharmakologischen Substanzen ermöglicht.

 Harnwegsinfekte bei Querschnittlähmung – Beteiligung an Multicenter-Studie

Erfasst werden u.a. die Prävalenz von Leukozyturie, Erythrozyturie und Bakteriurie in Abhängigkeit klinischer Parameter wie z.B. der Blasenentleerungsmethode.
Die Studie dient der Definition klinischer und paraklinischer Parameter zur Unterscheidung und Abgrenzung antibiotisch behandlungspflichtiger Harnwegsinfekte von einer sog. „Asymptomatischen Bakteriurie“ bei Patienten mit einer Querschnittlähmung. Weitere Zielsetzungen sind die Erfassung mikrobiologischer Erreger- und Resistenzstatistiken sowie die Erfassung von Problemkeimen.

 Datenerfassung „Harnblasen-Carcinom bei Querschnittlähmung“

In diesem Forschungsprojekt werden Daten von Querschnittgelähmten erfaßt, die ein Harnblasen-Karzinom entwickeln. Ziel ist die Ableitung von Merkmalen, die eine Stratifizierung für ein sinnvolles Screening erlauben.

 Erarbeitung eines Rettungskettenkonzepts für Unfallverletzte in Offshore-Windenergieanlagen

In diesem Forschungsprojekt wird der Frage nachgegangen, wie eine optimale Rettungskette bei medizinischen Notfällen bei Bau und Betrieb von Offshore-Windparks aussehen kann, um ein möglichst hohes Arbeits- und Gesundheitsschutzniveau in dieser noch jungen und aufstrebenden Branche zu erreichen. Ziel ist es, eine wissenschaftliche Grundlage für die zukünftige Gestaltung der Rettungskette für medizinische Notfälle zu erarbeiten, um hieraus Empfehlungen für die zukünftige Gestaltung und Implementierung der Rettungskette ableiten zu können.

Der Abschlussbericht der ersten Phase des Forschungsprojekts als PDF zum Download.

 Experimentelle, klinische und edukative Einflussfaktoren auf berufsbedingte Hauterkrankungen (OCCUDERM)

Das Forschungsvorhaben OCCUDERM untersucht eine Vielzahl von Einflussfaktoren auf Hauterkrankungen am Arbeitsplatz und hat sich insbesondere zum Ziel gesetzt, die Beratung von Berufsanfängern und die Versorgung der Betroffenen zu verbessern.

 Elektronisch kontrollierter Segmenttransport für die biologische Rekonstruktion großer Knochendefekte

In Rahmen des Forschungsverbund „Managing Infections of the Skeletal System in Germany (MISSinG)“, welches Infektionen des Bewegungsapparates systematisch untersucht, wird am BGKH das Teilprojekt „Elektronisch kontrollierter Segmenttransport für die biologische Rekonstruktion großer Knochendefekte (CONSEG)“ durchgeführt. Ziel des Teilprojekts ist die Einführung moderner technischer Methoden in das etablierte Verfahren des Segmenttransports zur biologischen Rekonstruktion großer Knochendefekte. Insbesondere wird eine kontinuierliche elektronische Kontrolle der mechanischen Eigenschaften des distrahierten Gewebes bis hin zum automatischen motorgetriebenen Transport angestrebt.

 Nicht-invasive Elektrosynchronisation des Gehirns zur Behandlung von Aufmerksamkeitsstörungen nach traumatischer Hirnschädigung

Ziel des Forschungsvorhabens ist die systematische Untersuchung der Beeinflussung von Aufmerksamkeitsstörungen nach traumatischer Hirnschädigung durch wiederholte, nicht-invasive elektrische Stimulation. Neben der unmittelbaren Wirkung auf die verschiedenen Aufmerksamkeitsfunktionen und die Augmentation anderer rehabilitativer Maßnahmen sind insbesondere Langzeiteffekte der Behandlung von besonderem Interesse.

 Medizinisch-berufliches Rehabilitationsverfahren Haut – Optimierung und Qualitätssicherung des Heilverfahrens (ROQ1 und ROQ2)

Die qualitätsgesicherte Weiterentwicklung von Tertiärer Individualprävention (TIP) nach dem „Osnabrücker Modell“ erscheint als eine wichtige Zukunftsaufgabe. Die Betonung liegt dabei auf dem integrativen Charakter entsprechender Präventionskonzepte, die interdisziplinäre Maßnahmen bündeln und eine enge Verzahnung von ambulantem und stationärem Heilverfahren im Sinne einer nahtlosen Betreuung und Beratung der Patienten sicherstellen. Hierdurch unterscheidet sich TIP von den bisherigen „klassischen“ stationären Rehabilitationsmaßnahmen bei Berufsdermatosen, die bislang überwiegend monodisziplinär und ohne ausreichende Verknüpfung mit erforderlichen nachstationären therapeutischen und arbeitsplatzbezogenen Maßnahmen durchgeführt wurden.

 Maßnahmen der Sekundären Individualprävention in Risikoberufen

Die an der Universität Osnabrück entwickelten Schulungsmaßnahmen im Rahmen der Sekundären Individualprävention (SIP) für Versicherte mit berufsbedingten Hauterkrankungen in Risikoberufen wurden aufgrund ihres belegbaren Erfolges – Reduzierung der Anzahl der Berufsaufgaben aufgrund berufsbedingter Hauterkrankungen, Rückgang klinisch schwerer Hauterscheinungen, Verbesserung des Hautschutzverhaltens etc. – mittlerweile seitens der Berufsgenossenschaften für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege bzw. auch entsprechend des „Stufenverfahrens Haut“ in die Regelversorgung übernommen. Entsprechende Schulungen werden für alle Versicherten der BGW in den eigens an bestimmten Bezirksverwaltungen angeschlossenen Schulungs- und Beratungszentren (schu.ber.z) angeboten.

 Qualitätssicherung und Evaluation des optimierten Hautarztverfahrens (EVA_Haut)

In der von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) geförderten Studie EVA_Haut werden mittels randomisierter Quotenstichprobe anteilig bezogen auf alle Unfallversicherungsträger bundesweit erstmals ca. 10% der jährlichen Verdachtsmeldungen (n = 1600) bzgl. berufsbedingter Hauterkrankungen berufsdermatologisch und verwaltungsseitig aufgearbeitet. Wesentliche Beurteilungskriterien sind u.a. Berufsverbleib, Verlauf der Hauterkrankung sowie Kosten des Verfahrens.

 Durch UV-Strahlung induzierte bösartige Hauttumore

Ziel der Fallkontrollstudie ist die Abschätzung der UV-Exposition (kumulative und intermittierende, berufliche und außerberufliche, natürliche und künstliche) auf die Entstehung spontaner, sprich solider und/oder sklerodermiformer Basalzellkarzinome. Weitere bekannte Risikofaktoren des Basalzellkarzinoms werden berücksichtigt. Das Forschungsprojekt gilt damit als Voraussetzung für eine sozial gerechte, einheitliche und effiziente Bewertung von fraglich berufsbedingten Plattenepithelkarzinomen der Haut.

 Einführung und Evaluierung des Rauchentwöhnungsprogramms „Rauchfrei nach Hause“

In diesem Projekt wird das Konzept „„Rauchfrei nach Hause“ – Klinikversion“ des IFT München für eine intensivere Motivierung zur Rauchentwöhnung im Rahmen der tertiären Individualpräventionsmaßnahme (TIP) für Berufsdermatosen am Standort Hamburg implementiert und der Einfluss dieses Konzeptes auf den Nikotinkonsum der Patienten, die Motivation zur Nikotinabstinenz sowie den Verlauf berufsbedingter Handekzeme während und bis 6 Monate nach der tertiären Individualpräventionsmaßnahme evaluiert. 

 EU-Projekte

Die Projekte der EU-Kommission „Common Health and Safety Development in Professional Hairdressing in Europe (SafeHair 1.0)“ und „Systematic development and validation of a modular target specific instrument for the design of teaching-learning arrangements for the prevention of occupational skin diseases in professional hairdressing in Europe (SafeHair 2.0)“ sowie die aktuellen EFRE Projekte "Anwendungsbezogene Kompetenzentwicklung Gesundheitsförderung und Prävention im Gesundheitswesen“ (und „Gesund im Beruf [GiB]. Prävention, Versorgung und Wiedereingliederung bei berufsbedingten Erkrankungen als öffentliches Gut“ (Leuphana Universität Lüneburg) und „Development and Implementation of European Standards on Prevention of Occupational Skin Diseases (StanDerm)“ werden künftig Gegenstand unserer Berichte sein.

Informationen zu weiteren Forschungsaktivitäten finden Sie auf den Seiten der Fachabteilungen.

  Forschungskoordination

Dr. rer. nat. Nils Weinrich

Diplom-Physiker

Labor für Biomechanik

  040 7306-1617   040 7306-2799   n.weinrich(at)bgk-hamburg.de